Wissensspeicher Frühe Köhlerei  Teil 2

 
INR F90
Hauptsachwörter Ruß, Kohlenstoff, Höhlenmalerei, Rußherstellung, Tusche
Zeit Mesolithikum; 3000 v.0; 27.Jh. v.0
Ort China; Ägypten
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Sachverhalte
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Die Anwendung von Ruß in der Ur- und Frühgeschichte

Ruß ist der älteste technische Kohlenstoff. Vor mehr als 20.000 Jahren wurde er von den Menschen der Steinzeit bereits als Farbpigment für die Höhlenmalereien verwendet. Er wurde wahrscheinlich von den Höhlenwänden abgeschabt, unter denen die Menschen ihre Holzfeuer unterhielten. Später wurde Ruß gezielt durch unvollständiges Verbrennen von Öl hergestellt. Ein chinesischer Holzschnitt ungefähr aus dem Jahr 2630 v.0 zeigt eine Manufaktur zum Herstellen von Lampenruß aus Sesamöl. Ein wassergefülltes und dadurch gekühltes Gefäß wurde über eine brennende Öllampe gehalten und der an der Gefäßaußenwand sich niederschlagende Ruß mit der Hand abgestrichen.  Seit fünfeinhalbtausend Jahren dient Ruß zum Herstellen von Schreibtusche. Die schwarze dickflüssige Tusche für die normale Schrift besteht zur Zeit der 4. Dynastie (2620 bis 2500 v.0) aus einer Mischung von Rußpulver, Wasser und Gummi arabicum als Bindemittel. Rote Tusche (für Titel, Überschriften und Kapitelanfänge) bestand aus Zinnober (Quecksilbersulfid). In fester Form wurde chinesische Tusche seit 2600 v.0 zum wertvollen Exportgut, darunter nach Ägypten, wo schon seit 3000 v.0 anstelle der Tontafeln das Papyrus als Schreibmaterial zur Anwendung kam. Die Erfindung des Schreibens mit Rußtusche auf Papier gegenüber der zuvor üblichen Keilschrift auf Holz und Stein war ein wichtiger technisch-kultureller Fortschritt.
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutung
Quelle Gerd Collin: Zur Geschichte des technischen Kohlenstoffs (1). – In: Erdöl Erdgas Kohle 116 (2000) 4, S.198-204 (198-199)
Erfassungsjahr 2006 


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INR F91
Hauptsachwörter Holzmangel, Holzanwendung, Brennholz, Kohlenbrennen
Zeit 2.Jtsd. v.0
Ort Babylonien (Mesopotamien)
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Sachverhalte
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Da es in Babylonien sehr wenig Holz gab und da man Holz in grossen Mengen zu Bauarbeiten und zur Tischlerei brauchte, musste man so viel wie möglich nur minderwertiges Holz in den Öfen brennen. Eine Ausnahme machten die grossen Schmelz- und Brennöfen der Metallarbeiter, für die man sogar ganz genau bestimmte und bemessene Holzklötze zum Kohlenbrennen brauchte.
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Sachverhaltstypen Fakten
Quelle Bemerkungen zur sumerisch-akkadischen Brennholz-Terminologie / Armas Salonen. – In:  Jaarbericht van het Vooraziatisch-Egyptisch Genootschap Ex Oriente Lux, Leiden 18 (1964), S.331-338 (S.330)
Erfassungsjahr 2006


INR F92
Hauptsachwörter Brennholz, Brennholzverkäufer, Verkohltes Holz
Zeit 2. Jtsd. v.0 
Ort Babylonien (Mesopotamien)
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Sachverhalte

Ein allgemeines Wort für das in den Küchen- und Heizöfen verwendete Holz scheint "ú"  zu sein, das man mit "Brennholz, firewood" übersetzen kann. [ ...] Es bedeutet wohl "holzähnlicher Brennstoff", ausdrücklich minderwertiges Holz wie Zweige, Äste, Reiser, Reisig usw., das sich nicht zu Bauzwecken und als Material des Tischlers eignet. Dieses minderwertige Holz wurde oft im sumpfigen Gelände gesammelt. Der "Brennholz-Verkäufer" heisst "ša gassãtešu".  "isu kabbu"  bedeutet "glühend gemachtes Holz".  "gumãru"  heißt "verkohltes Holz".
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Sachverhaltstypen Vermutungen, Fakten
Quelle Bemerkungen zur sumerisch-akkadischen Brennholz-Terminologie / Armas Salonen. – In:  Jaarbericht van het Vooraziatisch-Egyptisch Genootschap Ex Oriente Lux, Leiden 18 (1964), S.331-338
Erfassungsjahr 2006 


INR F93
Hauptsachwörter Holzkohle, Kohlholzqualität, Kohlholzbeschaffung, Hammurabi, Metallarbeiter, Sila
Zeit 18.Jh. v.0 
Ort Babylonien (Mesopotamien)
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Sachverhalte
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Das in den Küchen- und Heizöfen zu verbrennende Holz musste natürlich am besten trocken sein. Dagegen wurde im Zusammenhang mit Schmelz- und Brennöfen "gesundes", "grünes" Holz, "isum warqum", verwendet, das zu Kohlen verbrannt wurde.Sehr beleuchtend in dieser Hinsicht ist der altbabylonische Text ..... : (es folgt der Text in Quellsprache, danach die Übersetzung ins Deutsche):
"Zu Sin-idinnam sprich: also (sagt) Hammurabi: AB.BA-Hölzer zum Kohlen für die Metallarbeiter in Bad-tibira und da, wo sie sonst sind, soll man für dich auswählen. Dann soll man 7200 hohe AB.BA-Hölzer von 1/3 SÌLA, 1/2 SÌLA bis 1 SÌLA Holz und von 2 Ellen, 3 Ellen bis 4 Ellen Länge für dich schneiden. Je 300 Stück AB.BA-Hölzer soll man dann auf ein Frachtschiff laden (und dann) ... in (24) Partien nach Babylon bringen. Unter den AB.BA-Hölzern, die man schneiden wird, soll man kein Holz, das in seinem Walde (ab)gestorben ist, schneiden. Nur grünes Holz soll man schneiden. Eilends soll man jene AB.BA-Hölzer bringen, dass die Metallarbeiter nicht mit leeren Händen dasitzen."
Erläuterung: AB.BA  bedeutet "Holz, das zu Kohlen verbrannt wird".SÌLA ist ein Maß für die Stärke des Holzes. Salonen nimmt als Basiswert für 1 Sila einen Rauminhalt von 0,842 Liter an. (S.336)
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutung
Quelle Bemerkungen zur sumerisch-akkadischen Brennholz-Terminologie / Armas Salonen. – In:  Jaarbericht van het Vooraziatisch-Egyptisch Genootschap Ex Oriente Lux, Leiden 18 (1964), S.331-338 (S.335-336)
Erfassungsjahr 2006 


INR F94
Hauptsachwörter Hammurabi, Kohlholzbeschaffung, Kohlholzbearbeitung, Holzfäller, Kohlholztransport, Kohlenmeiler
Zeit 18.Jh. v.0 
Ort Babylonien (Mesopotamien)
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Sachverhalte
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Schlußfolgerungen aus dem Hammurabi-Text 
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(1) Der von Hammurabi Angesprochene soll Hölzer zum Kohlen auswählen lassen. Wo – das bleibt offen, doch wahrscheinlich relativ weit entfernt von Babylon, denn das ausgewählte Holz soll per Frachtschiff nach Babylon transportiert werden. Für das Auswählen  der Bäume sind Fachleute erforderlich, die Kenntnisse vom Baumbestand haben und Erfahrungen im Kohlenbrennen besitzen.
(2) Die ausgewählten Bäume müssen gefällt werden.  Dafür werden Holzfäller und Äxte benötigt.
(3) Die Stämme der gefällten Bäume müssen zersägt und gespalten werden, so daß Holzstücke von der vorgegebenen Länge und Stärke entstehen. Gefordert sind insgesamt 7.200 Stücke von rund 1 m, 1,5 m und (bis zu) 2 m Länge und von 1/3, 1/2 bis 1 Sila Stärke. Die genaue Stückelung (wieviel Holzstücke von jeder Länge und von jeder Stärke) wird von Hammurabi nicht angegeben. Auch bleibt unklar, ob zwischen den 1,5- und 2-m-Stücken noch Zwischengrößen zugeschnitten werden sollen bzw. dürfen. Im folgenden wird hier davon ausgegangen, daß von jeder Länge (1, 1,5 und 2 m) je 2.400 Stück gleicher Stärke geliefert werden sollen.  Das Zersägen und Spalten der Stämme kann von den Holzfällern vorgenommen werden. Für das Baumfällen und Zuschneiden sind Schneidewerkzeuge (Sägen!) und Werkzeuge zum Spalten der Stämme (Hämmer oder Äxte sowie Keile) erforderlich.
(4) Die 7.200 Stück Holz werden in 24 Partien zu je 300 Stück aufgeteilt. Das kann durch die Holzfäller erfolgen.
(5) Die Partien werden einzeln per Frachtschiff nach Babylon transportiert. Diese Arbeiten erfordern Be- und Entladearbeiter sowie eine Schiffsmannschaft.
(6) Mit den Hölzern jeder Partie sollen vermutlich stehende Kohlenmeiler (keine Grubenmeiler) aufgestellt werden. Eventuell reicht das Holz einer Partie für mehrere Meiler. Möglicher Meilertyp: Erdmeiler mit drei Etagen (dem entsprächen die unterschiedlichen Stücklängen). Der Meileraufbau wird entweder von spezialisierten Köhlern oder von den Metallarbeitern  selbst durchgeführt. Gleiches gilt für den anschließenden Meilerbetrieb (Kohlenbrennen).
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutungen
Quelle Eberhardt Gering: Schlußfolgerungen aus dem Hammurabi-Text (unveröffentlicht)
Erfassungsjahr 2006 


INR F95
Hauptsachwörter Kupferverhüttung, Holzkohlenanwendung, Tonbrennofen, Brennofenfund, Erzlagerstätte
Zeit Kupferzeit (Neolithikum); 8. Jtsd. v.0
Ort Persien, Mesopotamien, Ägypten, Zypern, Helgoland
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Sachverhalte
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Geschichte der Kupfergewinnung mit Holzkohle
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Holzkohle nutzte der Mensch schon in der Jungsteinzeit (Neolithikum) zur Reduktion von Metallerzen, von denen die Kupfererze die farblich auffälligsten waren – Kupferkies goldfarben, Chrysokoll smaragdgrün bis blaugrün, Malachit grün bis dunklegrün, auch smaragdgrün. 
In Tonbrennöfen erhitzte man die Erze mit Holzkohle und erhielt metallisches Kupfer.Fundstätten solcher Brennöfen und entsprechende Erzlagerstätten sind weitverbreitet – insbesondere in Persien, Mesopotamien, Ägypten (Sinai), auf Zypern und in der jetzigen Nordsee bei Helgoland. Die ältesten dieser Fundstätten werden auf das 8. Jtsd. v. 0 datiert.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Gerd Collin: Zur Geschichte des technischen Kohlenstoffs (1). – In: Erdöl, Erdgas, Kohle, 116 (2000) Heft 4, S. 200
Erfassungsjahr 2006


INR F96
Hauptsachwörter Eisenverhüttung, Stahl, Holzkohle, Etrusker, Eisenindustrie, Eisenexport, Abholzung, Illyrer, Kelten, Schachtofen, Verhüttungsplatz
Zeit 1. Jtsd. v.0, Eisenzeit, Hallstattzeit, La-Tene-Zeit
Ort Ägypten, Indien, SO-Asien, Europa, Elba, Mittelmeerraum, Hallstatt, Siegerland
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Sachverhalte

Geschichte der Eisengewinnung mit Holzkohle
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Zur Verhüttung von Eisenerzen erwiesen sich Schachtöfen als besonders geeignet. Sie kennzeichnen in verschiedenen Regionen den Beginn der Eisenzeit. Wer Eisen besaß, war mit besseren Waffen denjenigen überlegen, die noch in der Bronzezeit lebten. Die Schwierigkeit der Verhüttung lag im hohen Schmelzpunkt des Eisens, der sich jedoch durch Auflösen von Kohlenstoff erniedrigen läßt. Um schmiedefähigen Stahl herzustellen, muß dieser legierte Kohlenstoff dann zum größten Teil wieder entfernt werden. Älteste Fundstellen von terrestrischem Eisen und von Stahl befinden sich in Ägypten und Indien sowie im übrigen SO-Asien.
In Europa besaßen als erste die Etrusker eine blühende Eisenindustrie (siehe auch INR F3). Sie verhütteten die Eisenerze bis etwa 400 v.0 direkt am Fundort auf der Insel Elba(damals Aithalaia, "die vom Rauch geschwärzte")
Nach Abholzung der Inselwälder für die Holzkohlenerzeugung gründeten die Etrusker auf dem gegenüber liegenden Festland ein neues Verarbeitungszentrum (das "antike Ruhrgebiet"). Von da aus exportierten die Etrusker Eisen in den gesamten Mittelmeerraum. 
Noch vor den Etruskern begannen in Mitteleuropa die Illyrer die Eisenzeit. Nach einem Fundplatz am Hallstätter See wird die Kultur der Illyrer als Hallstattzeit bezeichnet. Dort wurde von 1000 bis 850 v.0 neben der Bronze in beachtlicher Menge Eisen verwendet. 
Den zweiten Höhepunkt der europäischen Eisenzeit bildete die La-Tene-Zeit der Kelten (benannt nach dem Fundort La Téne am See von Neuchátel in der Schweiz) von etwa 500 v.0 bis zur Zeitenwende. Die Kelten benutzten Schachtöfen mit langen Windkanälen für aufsteigende Hangwinde. Im Siegerlandfand man ca. 90 derartige keltische Verhüttungsplätze.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Gerd Collin: Zur Geschichte des technischen Kohlenstoffs (1). – In: Erdöl, Erdgas, Kohle, 116 (2000) Heft 4, S. 201
Erfassungsjahr 2006 


INR F97
Hauptsachwörter Holzkohle, Ruß, Neolithikum, Höhlenmalerei, Erzreduktion
Zeit 30.000 v.0,  8.000 v.0
Ort
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Sachverhalte
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Holzkohle und Ruß sind die ältesten von Menschen hergestellten und genutzten Formen des Kohlenstoffs. Bereits im Neolithikum, etwa ab 30.000 v.0, fanden sie als Schwarzpigmente in der Höhlenmalerei Verwendung. Ab ca. 8.000 v.0 diente Holzkohle zur Reduktion von Metallerzen, zunächst zum Gewinnen von Blei und Kupfer, dann von Bronze und Eisen.
(Zur Anwendung von Ruß in der Ur- und Frühgeschichte siehe unter INR F90).
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Gerd Collin: Kohlenstoffprodukte, Historisches. – In: Winnacker; Küchler: Chemische Technik, Prozesse und Produk-te, 5. Auflage, Band 3. - Weinheim 2005, S. 895-896
Erfassungsjahr 2006


INR F98
Hauptsachwörter Metallurgie Ursprung, Hochkultur, Brennmaterial, Technologietransfer, Verbreitungsgebiet
Zeit Altertum
Ort Persien, Taurus-Gebirge, Elburs-Gebirge, Naher Osten, Europa, Afrika, Asien
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Sachverhalte
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Anfänge der Metallurgie
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Ursprungsgebiet der ältesten Metallurgie ist nach archäologischen Befunden und klassischen Überlieferungen vermutlich die Gegend im Nordosten Persiens. Von dort kam die Kenntnis metallurgischer Verfahren in den Nahen Osten, in die Gebirgslandschaften vom Taurus in Kleinasien bis zum Elbursgebirge am Kaspischen Meer, wo verschiedene Erze und ausreichendes Brennmaterial gefunden wurden. Vom Nahen Osten aus wurden metallurgische Kenntnisse nach Europa, Afrika und Asien weiterverbreitet. Die Entdeckung und erste Verwendung von Metallen fällt in die Zeit der Entstehung der ersten Städte in den Hochkulturen der Ägypter, Babylonier, Perser, Inder und Chinesen..
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Sachverhaltstypen Vermutungen, Fakten
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S.9
Keine direkten Aussagen zu HuK
Erfassungsjahr 2007 


INR F99
Hauptsachwörter Steinkohle, Theophrast, Schmiedefeuer 
Zeit Antike, 4. Jh. v.0
Ort Griechenland, Olymp
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Sachverhalte
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Steinkohle war schon "den alten Griechen" bekannt. Theophrast (371-300) erwähnt in einem kleinen Buch über die Steine jene Steinarten, die von selbst brennen. Überliefert ist auch, daß griechische Schmiede Steinkohle, die sie auf den Bergen des Olymp fanden, im Schmiedefeuer gebrauchten.
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Sachverhaltstypen Fakt, Vermutung
Quelle Geschichte der Kokereitechnik / Franz Michael Ress. – Essen 1957, S. 21
Erfassungsjahr 2007


INR F100
Hauptsachwörter Holzkohlenverbrauch, Glasherstellung
Zeit
Ort
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Sachverhalte
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Charcoal Burner
"[…] for centuries in olden times many trades depended on charcoal as their main source of fuel. Iron working, blacksmithing, brick making, glass making, foundry work such as casting bells and cannons, gold and silversmithing, all used huge quantities of charcoal […]"

Kohlenbrenner
"[...]  jahrhundertelang hingen in alten Zeiten viele Gewerbe von der Holzkohle als Hauptbrennstoff ab. Eisenbearbeitung, Schmiedearbeit, Ziegelherstellung, Glaserzeugung, Gußarbeiten wie das Gießen von Glocken und Kanonen, Gold- und  Silberschmiedearbeiten – alle verwendeten gewaltige Mengen von Holzkohle [...] "

Sachverhaltstyp Fakten
Quelle By P.J. DeSolier  www.sirclisto.com/charcoal.html.  Recherchiert 14.03.2006. Keine Primärquellenangabe
Erfassungsjahr 2006 


INR F101
Hauptsachwörter Holzkohlenbedarf, Glasherstellung, Eisenschmelzen 
Zeit Altertum, Mittelalter
Ort Europa, England
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Sachverhalte

Charcoal
"The use of charcoal in Europe can be traced back at least 5,500 years. In the past, charcoal production was fundamental in Britain to provide the high temperature fuels needed for industries such as glass-making and iron smelting in medieval times. …." 

Holzkohle. "Die Verwendung von Holzkohle in Europa läßt sich mindestens 5.500 Jahre zurück verfolgen. Im Mittelalter war die Holzkohleproduktion in England von grundlegender Bedeutung, um die für Industrien wie Glasherstellung und Eisenschmelzen erforderlichen Hochtemperatur- Brennstoffe zu liefern [...]"
 

Sachverhaltstypen Fakten
Quelle www.rfs.org.uk/thirdlevel.asp…  Recherchiert 14.03.2006.  Keine Primärquellenangabe. Übersetzung: E.Gering
Erfassungsjahr 2006


INR F102
Hauptsachwörter Harappa-Hochkultur, Flußtal, Brennofen, Brennstoff, Kuhdung, Holzkohle, Metallschmelzen, Schmiedearbeit
Zeit 3. und 2. Jahrtausend v.0 (Blütezeit der Induskultur))
Ort Indus-Tal, Afroasiatischer Gürtel
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Sachverhalte
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Harappan Civilization (Indus Civilization)
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From the neolithic, if not from the palaeolithic Age onwards the most populated regions were undoubtedly the great river valleys of South and South-West Asia and Northern Africa (Nil, Euphrates, Karun, Helmund, Indus).   … the Afrasian belt. (p.40)   The Harappan Civilization is extended over a much longer area than Mesopotamia and Egypt and may be older in age. It could be a fore runner of theirs, as well. (p.67)  Sixteen furnaces were found. The fuel used had been partly cow dung and partly charcoal. The heat, induced doubtless by bellows, had been such as to produce intense vitrification of the brick lining. The precise function of these furnaces is doubtful, but one of use could be for melting the metals especially bronze found in the vicinity. (p.49)   By Harappan times metallurgy was a refined technique. Gold, silver, copper, tin and lead were all available to Harappan smiths which is proved in the various excavation zone. (p.87)
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Harappa-Zivilisation (Indus-Zivilisation)
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Seit der Jungsteinzeit, wenn nicht schon seit der Altsteinzeit, waren die am meisten bevölkerten Regionen zweifellos die großen Flusstäler von Süd- und Südwestasien und Nordafrika (Nil, Euphrat, Karun [Fluß im südwestlichen Persien], Helmund [Hilmend, Erymanthos oder Etymander, größter Fluß in Afghanistan], Indus) – der afroasiatische Gürtel. (S.40)  Die Harappa-Zivilisation erstreckt sich über einen viel größeren Bereich als Mesopotamien und Ägypten und ist womöglich älter als diese. Sie könnte gut ein Vorläufer von ihnen sein. (S.67) Sechzehn Schmelzöfen wurden gefunden. Brennstoff war teils Kuhmist und teils Holzkohle. Die höchstwahrscheinlich mit Gebläsen erzeugte Hitze ermöglichte exaktes Verglasen von Ziegeln. (S.49)  Das genaue Funktionieren dieser Öfen ist nicht geklärt,  jedoch eine der Anwendungen könnte das Schmelzen von Metallen gewesen sein, wie Bronzefunde in der Umgebung zeigen. (S.49)  In der Harappa-Zeit gab es eine verfeinerte metallurgische Technik. Gold, Silber, Kupfer, Zinn und Blei waren für die Harappa-Schmiede verfügbar, wie die verschiedenen Ausgrabungsgebiete beweisen. (S.87)
Sachverhaltstypen Fakten, Vermutungen
Quelle Harappa: The Cradle of our Civilization / Nazir Ahmad Chaudry. – Lahore 2002, 112 Seiten., S.40.   Übersetzung:  E. Gering
Erfassungsjahr 2007 


INR F103
Hauptsachwörter Straßen und Wege, Schrifttafel, Reisewagen, Aristophanes 
Zeit Antike (550 v.0 bis 650 n.0)
Ort Persien, Susa, Persepolis
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Sachverhalte
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Straßen in Persien
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Die Perser konnten beim Antreten ihrer Herrschaft bezüglich der Straßen und Wege des Landes an Erprobtes anknüpfen. Alte bzw. uralte Karawanenwege fanden sie bereits vor. Im assyrischen und babylonischen Raum waren Straßen in wichtigen Städten und deren Umland mit Steinen oder Ziegeln gepflastert oder mit Bitumenbelag versehen. In Schrifttafeln wird die etwa 600 km lange Verbindung zwischen Susa und Persepolis besonders häufig erwähnt. Während es sich bei den durch Wüste führenden Wegen nicht um ausgebaute Straßen, sondern um Pisten gehandelt haben dürfte, waren die kleinasiatischen und iranischen Straßen in sehr gutem Zustand. Obgleich wohl nicht gepflastert, konnten nach Berichten des Aristophanes selbst Reisewagen relativ bequem auf diesen Straßen fahren.
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutung
Quelle Josef Wiesehöfer: Das antike Persien. Von 550 v.Chr. bis 650 n.Chr. – Düsseldorf 2005, S. 116-117
Erfassungsjahr 2007


INR F104
Hauptsachwörter Keilschriftgebrauch
Zeit 1. Jhd. v.0 bis 1. Jhd. n.0
Ort Mesopotamien
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Sachverhalte
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Keilschrift
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Während das Babylonische (Akkadische) noch im 2. Jh. n.0 gesprochen wurde, kam die Keilschrift schon früher außer Gebrauch. Der jüngste datierte Keilschrifttext (astronomischer Inhalt) kommt aus dem Jahr 74 / 75 n.0. Aus Mesopotamien stammen die letzten akkadischen Keilschriftdokumente. Beispielsweise gehen Verwaltungstexte aus Babylon, die sich fast alle mit dem dortigen Mardukt-Tempel beschäftigen, bis ins Jahr 92 v.0. zurück. Chroniken, astronomische Texte und Horoskope reichen bis ins Jahr 75 n.0. 
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Josef Wiesehöfer: Das antike Persien. Von 550 v.Chr. bis 650 n.Chr. – Düsseldorf 2005, S. 167 und 170.
Erfassungsjahr 2007 


INR F105
Hauptsachwörter Metallurgie, Metallschmelzen, Sumerer, Holzkohle, Blasebalg, Holzkohlengewinnung, Feuerbeherrschung, Töpferhandwerk
Zeit 3000 v.0
Ort keine Angabe
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Sachverhalte

Entwicklung der Metallurgie

Noch lange nach Einführung metallurgischer Techniken wurden im Handwerk und in der Landwirtschaft Werkzeuge aus Stein, Holz und Knochen verwendet. Die ersten Metalle, Gold und Silber, waren außer für Schmuck nur für Gefäße brauchbar, nicht für Werkzeuge. Vor 3000 v.0 war das Metallschmelzen bei den Sumerern bekannt. Holzkohle und Blasebalg bildeten die Grundlage der metallurgischen Technik, die im Prinzip bis zum 18. Jh. n.0 nur wenig verändert wurde.
Voraussetzung für das Entstehen der Schmelzmetallurgie waren Kenntnis der Holzkohlengewinnung und eine sichere Beherrschung des Feuers in Öfen, welche die zum Erschmelzen der Metalle nötigen Temperaturen erreichten. Kenntnisse und Fertigkeiten der Töpfer waren hierbei sehr wertvoll. Beim Bau von Schmelzöfen, beim Herstellen von Gefäßen und Formen für das Gießen von Metallen und beim Fertigen feuerfester Düsen für Blasebälge konnte man die Erfahrungen des Töpferhandwerks nutzen.
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutungen
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S.10 und 17
Erfassungsjahr 2007 


INR F106
Hauptsachwörter Eisenverhüttung, Chalyber, Eisenverstählung
Zeit 1400 v.0; 8. Jh. v.0
Ort Kaukasus; Deutschland
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Sachverhalte
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Eisenverhüttung

Der entscheidende Schritt zum Verhütten von Eisenerzen wurde um 1400 v.0 von den Chalybern getan. Das waren Schmiedevölker, die als Untertanen der Hethiterkönige in dem jahrtausendealten Bergbau- und Hüttengebiet des kaukasischen Hochlandes lebten und die nun begannen, neben den reichen Kupfervorkommen auch die großen Eisenerzlager (Hämatit) abzubauen und mit dem Holz ihrer Gebirgswälder zu verhütten.Vermutlich zur gleichen Zeit erfanden die Chalyber das Oberflächenverstählen des Eisens. Das war ein folgenreicher technologischer Prozeß, mit dem das Eisen der Bronze überlegen wurde und welcher dazu beitrug, daß sich wenige Jahrhunderte später die gesamte politische Konstellation des Orients grundlegend wandelte. Die Überlegenheit des Eisens gegenüber der Bronze beruht hauptsächlich auf seiner größeren Schneidfähigkeit und Härte. Eisengewinnung und Herstellen von Eisengeräten war billiger als das Herstellen von Bronzewerkzeugen. Im Gebiet Deutschlands wurden Eisengewinnung und Eisenbearbeitung seit dem 8. Jh. v.0 bekannt.
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutungen
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S.12-13 
Keine direkten Aussagen zu HuK
Erfassungsjahr 2007 


INR F107
Hauptsachwörter Bronzeherstellung, Holzkohlenanwendung
Zeit Kupfer- und Bronzezeit
Ort keine Angabe
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Sachverhalte
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Bronzeherstellung
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Holzkohle diente als Brennmaterial und Reduktionsmittel zum Herstellen von Kupfer und Bronze. Das Erzeugen von Bronze geschah ursprünglich durch Mischung von Kupfer- und Zinnerz vor dem Verhütten. Zur Bronzeherstellung durch Legieren von Metallen kam es erst später. Auch für die Schmiedefeuer und Herde , auf denen das Metall für den Guß geschmolzen wurde, kam Holzkohle zur Anwendung.
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Sachverhaltstypen Fakten
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S. 18
Erfassungsjahr 2007


INR F108
Hauptsachwörter Eisenerzeugung, Rennofen, Schmelzversuch, Kelten, Germanen
Zeit Latènezeit um 500 v.0 
Ort Siegerland
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Sachverhalte
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Eisenerzeugung im Siegerland
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Im Siegerland betrieben in der Latènezeit um 500 v.0 keltische Stämme an Berghängen Rennöfen, die mehrfach benutzt werden konnten. Nachgestellte Schmelzversuche erbrachten in 24 Stunden bei einem Einsatz von 153 kg Brauneisenstein etwa 18 kg Eisen. Große Schutthalden im Siegerland lassen auf eine frühzeitliche Eisenindustrie und entsprechende Handelsbeziehungen zu eisenarmen Nachbargebieten schließen. Die Eisenerzeugung fand ein vorläufiges Ende, als seit etwa 200 v.0 germanische Stämme die Kelten verdrängten. 
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutungen
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S.20. Keine Aussagen zu HuK
Erfassungsjahr 2007 


INR F109
Hauptsachwörter Sklaven, Sklavenherkunft, Sklavenarbeit, Bergwerk, Holzkohlenerzeugung, Plinius
Zeit Altertum; Antike
Ort keine Angabe
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Sachverhalte
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Einsatz von Sklaven
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Mit den Sklaven standen ausreichende und preiswerte Kräfte für die meisten Zwecke zur Verfügung. In den Bergwerken wurden Sklaven für den Abbau, die Zerkleinerung und den Transport der Erze und für die Wasserhaltung eingesetzt. Auch die Gewinnung der Holzkohle und die Arbeit in den Hüttenbetrieben und Metallwerkstätten wurde von Sklaven durchgeführt.Die Sklaven waren teils fremdländische Bergleute und Handwerker, teils zufällig in Bergwerke, Hüttenbetriebe oder Metallwerkstätten verschlagene Angehörige besiegter und unterworfener Völker. Der römische Autor Plinius beschreibt das Los der Sklaven in den als Staatsunternehmen betriebenen römischen Bergwerken als außerordentlich hart.
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Sachverhaltstypen Fakten
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S.22-23 u. 29. Primärquelle: J.Varchmin; J.Radkau: Kraft, Energie und Arbeit. Energie und Gesellschaft. Kulturgeschichte der Naturwissenschaften und der Technik, Bd.1. – Reinbeck b. Hamburg 1981, S.11 ff.
Erfassungsjahr 2007


INR F110
Hauptsachwörter Umweltzerstörung, Holzkohlenanwendung, Holzverbrauch, Entwaldung, Bodenschädigung, Vergiftung
Zeit Altertum 
Ort Vorderer Orient
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Sachverhalte
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Umweltzerstörung
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Verwendung von Holzkohle für Metallgewinnung und Schmiedefeuer führte seit frühesten Zeiten zu einem gewaltigen Holzverbrauch. Zum Erzeugen von einer Tonne Roheisen mußten ca. 30 Tonnen Holz aufgewendet werden. In den Gegenden des Vorderen Orients, wo man Eisenerze verhüttete, wurden die Berghänge ihrer Haine von Akazien und Pistazienbäumen entblößt. Die Folge waren schwere Schädigungen der Umwelt, Erosion und abnehmende Fruchtbarkeit der Böden sowie Verringerungen der Tierbestände. Auch Bergbau und Metallverhüttung selbst brachten Gefahren und Schädigungen für Mensch und Umwelt. Bekannt und gefürchtet waren Vergiftungen durch Dämpfe beim Rösten schwefelhaltiger Erze, durch Grubengase oder Abgase beim Verhütten von Erzen, die arsen- oder quecksilberhaltig waren.
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Sachverhaltstypen Fakten
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S.26-27
Erfassungsjahr 2007 


INR F111
Hauptsachwörter Metallanwendung, Mythologie, Schmied, Hephaistos, Wieland
Zeit Altertum, Antike, Frühes Mittelalter
Ort Griechenland, Germanien
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Sachverhalte
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Metallanwendung und Mythologie
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Durch die Verwendung der Metalle wurde der historische Prozeß der gesellschaftlichen Arbeits- und Aufgabenverteilung beschleunigt. Mit den Metallhandwerkern entwickelte sich eine spezielle Gilde, deren soziale Stellung sich in der besonderen Rolle des Schmiedes bei vielen frühen Völkern widerspiegelt. In der griechischen Mythologie ist das Beispiel hierfür Hephaistos, der Gott des Feuers und der Metallbearbeitung , Sohn des Zeus und seiner Ehefrau Hera, der auf Erden als Schmied in seiner Werkstatt wirkte. In der germanischen Mythologie ist es der Schmied Wieland, der sich mit seiner vollendeten Schmiedekunst und seinem Verfahren zur Erzeugung besten Stahls hohe Anerkennung erwarb.
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Sachverhaltstypen Fakten, Fiktionen
Quelle Karl Otto Henseling: Bronze, Eisen, Stahl; Bedeutung der Metalle in der Geschichte. – München, Hamburg, 1984, 219 Seiten, S.28 und 30; Angus Konstam: Das antike Griechenland. – Bindlach 2004, S.24   Keine Aussagen zu HuK
Erfassungsjahr 2007


INR F112
Hauptsachwörter Technikmarkstein
Zeit Steinzeit, Metallzeit
Ort Kleinasien, Ägypten, Mesopotamien, Palästina, Taurus, Europa, China
Sachverhalte
Technikmarksteine vor der Zeitenwende (Auswahl)
Zeit Sachverhalt
um 80.000 Anzeichen von Seßhaftwerdung des Menschen.
um 80.000 Fragmentarischer Nachweis roter und schwarzer Farbstoffe.
um 10.000 Anfänge der Töpferei im Vorderen Orient.
um 7.000 Beginn des Schmelzens von Kupfererzen.
um 5.000 Nachweis von Kupferguß (Kleinasien).
um 7.000 Erfindung der Keramik (Vorderasien), Entwicklung der Technik des Brennens.
um 4.000 Beginn der eigentlichen Kupferzeit (Chalkolithikum) (Vorderasien). Verhüttung von Kupfer, Silber und Blei.
um 3.800 Verwendung von Blasrohren beim Metallschmelzen (Ägypten).
um 3.700 Nachweis von Glas als Schmuckperlen (Ägypten, Mesopotamien)
um 3.500 Verwendung von Erdpech (Bitumen) für Klebe- und Isolierarbeiten (Vorderasien).
um 3.500 Einführung des Brennofens in der Töpferei 
um 3.200 Verbreitung von Töpferscheiben (Mesopotamien, Ägypten).
um 3.500 Wahrscheinliche Erfindung des Rades (Vorderer Orient).
um 3.000 Beginn der Frühbronzezeit (Vorderasien).
Verwendung von Heißluftgebläsen beim Verhütten (Palästina).
um 2.900 Erfindung des Ziegelbrennens (Mesopotamien).
um 2.500 Vierrädrige Wagen mit Scheibenrädern (Mesopotamien, Ur),
um 2.000 Eisenverhüttung mittels Rennfeuern (Anatolischer Taurus und Antitaurus).
Beginn der Bronzezeit in Europa.
um 1.600 Verwendung des Blasebalgs zum Metall- und Glasschmelzen (Ägypten).
um 1.100 Eiserne Pflugscharen (Mesopotamien).
um 800 v.0 Übergang vom Bronze- zum Eisenzeitalter (Europa).
um 500 v.0 Metallverhüttung in Schachtöfen (Mitteleuropa).
um 400 v.0 Aneignung der keltischen Schmiedekunst durch die Germanen.
um 300 v.0 Frühester Nachweis des Eisengusses in China
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle M.Matthes (Hrsg.): Geschichte der Technik. Eine Synchronopse von den Anfängen bis zur Gegenwart. - Düsseldorf 1983, 240 Seiten.
Die zitierte Quelle enthält keine Angaben zu jeweiligen Primärquellen. Für den betrachteten Zeitraum gibt die Quelle keine Hinweise auf Holzkohle und Köhlerei. 
Erfassungsjahr 2007


INR F113
Hauptsachwörter Holzkohlenerzeugung, Holzkohlenanwendung, Eisenerzabbau, Eisenverhüttung, Kelten, Niederwald, Hauberg, Holzart
Zeit Eisenzeit
Ort Siegerland
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Sachverhalte
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Holzköhlerei im Siegerland 
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Im Siegerland wurde nachweislich schon vor ca. 2700 Jahren durch die Kelten Holzkohlezum Reduzieren des dort in Pingen abgebauten manganhaltigen Eisenerzes hergestellt. Die Rohstoffbasis Holz bildete der Niederwald (Hauberg), bestehend aus Eiche und Birke. Der Niederwald entwickelte sich nach dem Abholzen der zuvor in der Region vorhandenen Buchen, die (im Unterschied zu den Eichen und Birken) nicht wieder aus dem Stock ausschlagen konnten. Alle 20 Jahre konnte der Niederwald abgeholzt und zu Holzkohle verarbeitet werden. Dieser Niederwald (und die auf ihm fußende Haubergswirtschaft)  entstand zwischen dem Beginn der Eisenzeit (ungefähr 700 v.0) und etwa 100 v.0. Die Artenumschichtungen von Buche auf Eiche und Birke stellten sich im Laufe der Zeit, meist unbeabsichtigt, als Folge der extensiven Holznutzungen ein. Eichen und Birken verfügen über ein sehr gutes Regenerationsvermögen. Im bodedensauren Milieu haben besonders Eichen gute Ausschlagsfähigkeiten bei Umtriebszeiten von 15-25 Jahren. 
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Sachverhaltstyp Fakten
Quellen Reinhold und Christiane Wagener: Der Beginn der Holzköhlerei im Siegerland und eine Betrachtung der Köhler in unserem Ort. – Unveröff. Material, Netphen, Okt. 2006, 2 Seiten;   Richard Pott: Die Haubergswirtschaft im Siegerland. Vegetationsgeschichte, extensive Holz- und Landnutzungen im Niederwaldgebiet des südwestfälischen Berglandes. – Heftreihe der Wilhelm-Münker-Stiftung Siegen, Heft 28, S. 7
Erfasser, Jahr Chr.Wagener; R. Wagener, 2007 


INR F114
Hauptsachwörter Waldaufbauform, Hochwald, Niederwald, Mittelwald 
Zeit
Ort
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Sachverhalte
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Waldaufbauformen
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- durch bestimmte forstwirtschaftliche Ernte- und Verjüngungsverfahren entstehende Waldtypen.Unterschieden werden drei Waldaufbauformen: Hochwald, Niederwald und Mittelwald. Hochwald ist die wirtschaftlich bedeutendste W. Bei ihr werden die Bäume meist in vollerwachsenem Zustand geerntet, die Verjüngung erfolgt ausschließlich aus Samen (Kernwüchsen). Niederwald ist eine nur bei ausschlagfähigen Laubbäumen (Eiche, Erle, Weide u.a.) anwendbare W. Die Bäume werden in regelmäßigen Zeitabständen vollständig genutzt (etwa alle 10 bis 40 Jahre). Verjüngung geschieht ausschließlich durch Stockausschlag und Wurzelbrut. Mittelwald ist eine Zwischenform mit deutlicher Schichtung von aus Kernwüchsen (Samen) entstandenem Oberholz und aus Stockausschlag hervorgegangenem Unterholz.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle BI-Universallexikon in 5 Bänden. – Leipzig, Bd. 5. – 1988, S. 369
Erfassungsjahr 2007


INR F115
Hauptsachwörter Haubergswirtschaft, Niederwald, Holzkohlenerzeugung, Eisenverhüttung
Zeit
Ort Siegerland, Sauerland, Südwestfälisches Bergland
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Sachverhalte
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Haubergswirtschaft im Siegerland

Die für das Siegerland und das südliche Sauerland noch in der Gegenwart typische Waldform ist der Niederwald. Er kennzeichnet das ehemals weit größere Wald- und Landnutzungsgebiet der Hauberge des südwestfälischen Berglandes. Als "Hauberg" werden genossenschaftlich bewirtschaftete Parzellen mit Stockausschlag bezeichnet, wo der Wald auf ein und derselben Fläche genutzt wurde 
a) als Lieferant von Stangenholz zu der in Meilern betriebenen Holzkohlenerzeugung für die lokale Eisenverhüttung
b) als Eichenschälwald für das Gewinnen von Gerbrinde (ab 1700 n.0), c) als Ackerland. Außerdem dient der Wald auf diesen Flächen zur allgemeinen Brennholzgewinnung und als Waldweide.
Der Hauberg entstand in den stark geneigten Gegenden des sw-fälischen Berglandes in Bereichen bis ca. 500 m Meereshöhe, wo aus Mangel an wirtschaftsfähigem Acker- und Weidegrünland die Bedürfnisse der Land- und Holzwirtschaft aufeinander abgestimmt wurden. Mit ihren leicht gewinnbaren Eisenerzen gelten diese Regionen als Zentren früher Eisenverhüttung (Hallstattzeit).
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Richard Pott: Die Haubergswirtschaft im Siegerland. Vegetationsgeschichte, extensive Holz- und Landnutzungen im Niederwaldgebiet des südwestfälischen Berglandes. – Heftreihe der Wilhelm-Münker-Stiftung Siegen, Heft 28, S. 6-7
Erfassungsjahr 2007


INR F116
Hauptsachwörter Köhlerei, Eisenzeit, Holzart, Siedlung, Hüttenplatz, Meilerplatz
Zeit Hallstattzeit, Latenezeit 
Ort Siegerland
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Sachverhalte
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Eisenzeitliche Köhlerei im Siegerland

Wie Pollenanalysen belegen, gingen mit Beginn des eisenzeitlichen Holzeinschlages gegen 700 v.0 die Buchen bei gegenläufigem Anstieg von Eichen und Birken kontinuierlich zurück. Archäologische Bestandsaufnahmen zeigen für die Hallstattzeit eine Siedlungsausweitung. Fast überall im Siegerland wurde im Bereich potentieller Buchenstandorte intensive Holzkohlenproduktion betrieben. Relikte davon sind in zahlreichen Eisenverhüttungsplätzen, Meilern und Siedlungen erhalten. Funde von latenezeitlichen Meiler- und Hüttenplätzen ergeben, daß 5- bis 21-jährige Stangen aus Buchenholz für die Holzkohleproduktion verwendet wurden. Die Eisenverhüttung geschah an den oberen Berghängen mitten im Walde, wie fast alle Schmelzofenfunde zeigen. Generell wurde für die Hk-Produktion Buche bevorzugt, erst später ging man zu Eiche und Birke über. Während der Völkerwanderungsperiode ging die Besiedlung zurück und die Buchenwaldbestände nahmen wieder zu. Erneute und endgültige Verdrängung der Buche zugunsten von Eiche und Birke setzte mit den sächsisch-karolingischen Rodungsperioden ein (etwa 750 – 900 n.0).
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Richard Pott: Die Haubergswirtschaft im Siegerland. Vegetationsgeschichte, extensive Holz- und Landnutzungen im Niederwaldgebiet des südwestfälischen Berglandes. – Heftreihe der Wilhelm-Münker-Stiftung Siegen, Heft 28, S. 10-11
Erfassungsjahr 2007


INR F117 
Hauptsachwörter Eisenzeit, Eisenverbreitung, Hethiterreich
Zeit 1500-800 v.0 
Ort Anatolien, Mesopotamien, Ägypten, Industal, China, Schweden
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Sachverhalte
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Beginn der Eisenzeit

Bei den Hethitern, im inneranatolischen Bergland nördlich Mesopotamiens, wurde schon um 1500 v.0 Eisen gewonnen. Der Eisengebrauch verbreitete sich zunächst nur zögernd, denn es war nicht einfach, aus dem neuen Metall auch wirklich harte Werkzeuge und scharfe Waffen zu schmieden. Ausgerechnet während der sogenannten "dunklen Jahrhunderte" (1200-800 v.0), in denen viele frühe Hochkulturen (von der nordischen Bronzezeit über das frühgriechische Mykene bis zum Hethiterreich selbst) zerstört wurden, kam es zur weiteren Ausbreitung der Eisengewinnung und –anwendung. Um 1000 v.0 findet sich Eisen nicht nur in Mesopotamien, sondern auch in Ägypten, im Industal, in China und, nach neuen Funddatierungen, sogar in Schweden. Die Eisenzeit hatte endgültig begonnen.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Martin Marheinecke: Schwert und Zauberei, 1998. Erstmals veröffentlicht in: Geistzauber. – Band 81 der Legendensänger-Edition, 1999.  Übernommen März  2007 aus: www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/ artikel/schwert_und_ ... Keine Aussagen zu HuK
Erfassungsjahr 2007


INR F118
Hauptsachwörter Eisenschmied, Mythos, Zauberkunst 
Zeit Beginnende Eisenzeit
Ort
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Sachverhalte
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Der Mythos vom Schmied
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Mit der Eisenzeit entstand der Mythos des "zauberkundigen Schmiedes". Im Unterschied zur Bronze-Erzeugung war die Eisengewinnung ein überaus geheimnisvoller Prozeß, bei dem scheinbar wertlose Erde (Raseneisenerz) in wertvolles Metall verwandelt wurde. Für den nicht Eingeweihten ein unbegreiflicher Vorgang. Die Eisenschmiede war überhaupt mit ihren rußgeschwärzten Gestalten, den fauchenden Blasebälgen, den stiebenden Funken und dem ungeheuer heiß brennenden Feuer ein unheimlicher Ort, der wie das irdische Abbild der unterirdischen Welt des hinkenden Schmiedegottes Hephaistos erschien.
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Sachverhaltstypen Fakten, Fiktion
Quelle Martin Marheinecke: Schwert und Zauberei, 1998. Erstmals veröffentlicht in: Geistzauber. – Band 81 der Legendensänger-Edition, 1999.Übernommen März  2007 aus: www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/ artikel/schwert_und_ ... Keine Aussagen zu HuK
Erfassungsjahr 2007


INR F119
Hauptsachwörter Eisengewinnung, Eisenerz, Erzabbau, Verhüttungsgegend, Holzkohle, Schmelzpunkt Eisen
Zeit Altertum, Frühes Mittelalter
Ort
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Sachverhalte
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Eisengewinnung im Altertum und im frühen Mittelalter
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Lange Zeit wurde Eisen fast nur aus sekundären Erzlagern (Rasenerz oder Sumpferz) gewonnen. Eisenerz aus primären Lagern (Bergerz) spielte kaum eine Rolle. Rasen- und Sumpferz findet sich in Gegenden mit stark eisenhaltigen Böden ("rote Erde"). Es lagert in besonders humosen, moorigen Flächen als Hämatit (Roteisenstein, Fe2O3) und Limonit (Brauneisenstein, FeO(OH)) in 30-40 cm Tiefe und kann sehr einfach abgebaut werden. Diese Erze sind mager und nach heutigen Begriffen nicht abbauwürdig.Verhüttet wurde ausschließlich mit Holzkohle. Daraus ergeben sich typische Merkmale der alten Eisengegenden: mäßig hohe, stark bewaldete Gebirge, sumpfige Täler und "rote Erde". Wasserkraft für mechanisch betriebene Blasebälge und Schmiedehämmer war erst später von Bedeutung. Verglichen mit dem Gewinnen von Zinn oder Kupfer mußte ein erheblich höherer Aufwand betrieben werden. Eisen schmilzt erst bei 1535 °C. Zwar erfolgt die Reduktion von Eisenerz zu Eisen schon bei 1100 °C, sie erfordert aber im Vergleich zur Kupfer- oder Zinnschmelze ein ausgeklügelteres Verfahren.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Martin Marheinecke: Schwert und Zauberei, 1998. Erstmals veröffentlicht in: Geistzauber. – Band 81 der Legendensänger-Edition, 1999. Übernommen März  2007 aus: www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/ artikel/schwert_und_ ...
Erfassungsjahr 2007


INR F120
Hauptsachwörter Eisenverhüttung, Napfofen, Holzkohlenanwendung, Rösten, Eisenausbeute 
Zeit ab 1400 v.0 
Ort Anatolien
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Sachverhalte
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Eisenverhüttung im Napfofen
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Der Napf- oder Schüsselofen ist die primitivste Form des Eisenschmelzofens. Er kam um 1400 v.0 in Anatolien auf und war in abgelegenen Gegenden, trotz seines geringen Eisenertrages, bis ins Mittelalter im Gebrauch. Ein typischer Napfofen der Eisenzeit hatte ungefähr einen Durchmesser von 1-1,5 m und eine Tiefe von 45-50 cm. Der Napf war mit Holzkohle und Lehm gefüttert. Das gereinigte und zerkleinerte Eisenerz wurde zunächst bei 800 °C und starker Luftzufuhr geröstet, um nichtoxidische Erzbestandteile wie Pyrit und Eisenspat in Oxide zu überführen und organische Bestandteile zu verbrennen. Durch diese Erzaufbereitung ließ sich die Eisenausbeute erhöhen.Zum Schmelzen des Erzes wurde unten im Napf liegende Holzkohle angezündet und das Erz an eine Seite des Ofens gepackt. Während des Schmelzens wurde dann das Erz durch das in den brennenden und zum Teil abgedeckten Holzkohleschichten entstehende Kohlenmonoxid zu Eisen reduziert.Ein Napfofen faßte nur ca. 2 kg Erz und lieferte (bei sehr gutem Erz) maximal 0,4 kg Roheisen sowie viel Schlacke. Der Verbrauch an Holzkohle war sehr hoch.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Martin Marheinecke: Schwert und Zauberei, 1998. Erstmals veröffentlicht in: Geistzauber. – Band 81 der Legendensänger-Edition, 1999. Übernommen März  2007 aus: www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/ artikel/schwert_und_ ... 
Erfassungsjahr 2007 


INR F121
Hauptsachwörter Eisenverhüttung, Schachtofen, Kelten, Holzkohlenanwendung, Holzkohlenverbrauch, Schlacke, Eisenluppe
Zeit La Tené-Zeit 
Ort Europa, Westafrika, China
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Sachverhalte
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Eisenverhüttung im Schachtofen
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Bei den Kelten der La Tené-Zeit und bei den Mittelmeerkulturen kam frühzeitig mit dem Schachtofen (Rennfeuer) ein Verfahren zur Anwendung, das im Vergleich zum Napfofen erheblich leistungsfähiger war.  Diese zylindrisch bis konisch geformten Öfen sorgten durch den Schornsteineffekt des Schachtes für eine bessere Luftzufuhr. Der Ofenmantel bestand zunächst aus gestampftem Lehm. Bei den Römern und im frühen Mittelalter kamen gemauerte Öfen in Gebrauch. Die vorgeheizten Öfen wurden von oben schichtweise mit Holzkohle und aufbereitetem zerkleinertem Erz beschickt (die Erzbrocken besaßen ungefähr Haselnußgröße). Das Feuer wurde durch den natürlichen Zug des Schachtes und durch Blasebälge in Betrieb gehalten. Das im unteren Bereich des Ofens bei Sauerstoffunterschuß entstehende Kohlenmonoxid stieg in das Ofenzentrum auf und reduzierte dort bei 1050 bis 1150 °C das Eisen, welches weißglühend und ohne selbst zu schmelzen aus dem Erz ausfiel. In dem zähflüssigen, aus den Beimengungen des Erzes entstandenen Schlackenbrei sammelten sich vor allem in den oberen Zonen kleinere und größere, mit Schlacketeilchen durchsetzte Eisenklumpen.

Damit das Rennfeuer ordnungsgemäß abbrennen konnte, mußten regelmäßig Teile der zähen Schlacke aus dem unteren Teil des Ofens abgeleitet werden. Dazu diente entweder eine Schlackengrube unter dem Ofen oder ein Abstichloch an der Ofenbasis. Die Schlackengrube war mit einem Strohstopfen vom Ofenschacht abgeschlossen, um die Schlacke solange aufzuhalten, bis das Stroh verbrannt war. Dann floß die Schlacke in die Grube ab. Das Eisen blieb an den Schachtwänden hängen oder fiel mit der Schlacke nach unten. So kamen die Ofenarbeiter nicht in die Nähe der glühenden Schlacke. Nachteil: Der Grubenofen mußte nach jedem Schmelzprozeß vollständig abgebaut werden, er war ein "Einwegofen".

Beim Ofen mit Abstichloch konnte die Schlacke je nach Bedarf abgeleitet werden. Nachgestellte Experimente zeigten, daß sich mit diesem Ofentyp Temperaturen bis 1400 °C erreichen ließen. Nach Abschluß des Rennprozesses mußte der Ofen teilweise demontiert werden, um aus den Schlackenklötzen das Eisen (die Luppenstücke) ausbrechen zu können. Durch wiederholtes Erhitzen in Ausheizherden und Hämmern auf dem Amboß wurden die Eisenluppen von Schlackenbeimengungen gereinigt und zusammengeschweißt. Experimente mit nachgebauten Schachtöfen lassen erkennen, daß diese Öfen für einen Arbeitsgang wahrscheinlich 24 Stunden lang beschickt wurden. Für einen Eisenklumpen von 13 kg wurden 35 kg Eisenerz und 45 kg Holzkohle benötigt.Der Schachtofen kam in fast allen eisenverarbeitenden Kulturen, von Westafrika bis China, zur Anwendung.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Martin Marheinecke: Schwert und Zauberei, 1998. Erstmals veröffentlicht in: Geistzauber. – Band 81 der Legendensänger-Edition, 1999. Übernommen März  2007 aus:  www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/ artikel/schwert_und_ ... 
Erfassungsjahr 2007 


INR F122
Hauptsachwörter Schmieden, Eisenschmied, Holzkohlenanwendung, Holzkohlenpulver, Stahlerzeugung 
Zeit vor 1000 v.0
Ort
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Sachverhalte
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Schmieden von Eisen
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Die Qualität des Eisens wird vor allem vom Kohlenstoffgehalt bestimmt. Schon vor 1000 v.0 erkannte man, daß sich eiserne Klingen durch Einhämmern von gestampfter Holzkohle dauerhaft härten ließen. Später gewann man Stahl durch Verhütten bei Kohlenstoffüberschuß und Glühen des Eisens in Holzkohlenstaub. Durch Oberflächenhärten verfeinerten spätere Schmiede die Methode, indem sie relativ weiches, aber zähes und elastisches Eisen 2-8 Stunden lang in Holzkohlenpulver glühten. Dadurch stieg der Kohlenstoffgehalt in den Randzonen, während der Kern des Werkstückes zäh blieb.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Martin Marheinecke: Schwert und Zauberei, 1998. Erstmals veröffentlicht in: Geistzauber. – Band 81 der Legendensänger-Edition, 1999. Übernommen März  2007 aus: www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/ artikel/schwert_und_ ... 
Erfassungsjahr 2007 


INR F123
Hauptsachwörter Kelten, Stahlerzeugung, Stahlexport, Ferrum Noricum 
Zeit La Tené-Zeit 
Ort Noricum (Kärnten), Rom, Griechenland
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Sachverhalte
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Eisenzentrum Noricum
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Die Kelten in Noricum (heutiges Kärnten) galten im Altertum als unübertreffliche Meister der Stahlerzeugung. Nachgebaute keltische Schachtöfen erbrachten den Nachweis, daß sowohl Hitze wie Sauerstoffzufuhr gesteuert werden konnten. Damit ließ sich, in Verbindung mit dem richtigem Erz-Kohle-Verhältnis, der Kohlenstoffgehalt des Eisens gezielt beeinflussen. "Ferrum Noricum" in der typischen Barrenform einer Doppelpyramide wurde bis nach Rom und Griechenland exportiert. Auch nach der römischen Besetzung im Jahr 15 v.0 blieb Noricum ein Zentrum der Stahlgewinnung.
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Sachverhaltstypen Fakten
Quelle Martin Marheinecke: Schwert und Zauberei, 1998. Erstmals veröffentlicht in: Geistzauber. – Band 81 der Legendensänger-Edition, 1999.Übernommen März  2007 aus:www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/ artikel/schwert_und_ ... Keine direkten Aussagen zu HuK
Erfassungsjahr 2007 


INR F124
Hauptsachwörter Jungsteinzeit, Kupfersteinzeit, Kupferverhüttung 
Zeit ab 10.000 v.0
Ort Vorderer Orient (Fruchtbarer Halbmond), Südostanatolien, Kilikien
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Sachverhalte
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Kupfersteinzeit
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In der Jungsteinzeit  (Neolithikum, ungefähr 8.000 bis 3.500 v.0) erfolgte der Übergang von der Jäger- und Sammlergesellschaft zur bäuerlichen Wirtschaftsweise (Ackerbauer und Viehzüchter). Der Vordere Orient machte hierbei den Anfang. In dem als "fruchtbarer Halbmond" bezeichneten Länderbogen von der Levante (östliche Mittelmeerküste mit den heutigen Ländern Syrien, Libanon, Jordanien, Palästina und Israel) über Mesopotamien bis zum Persischen Golf  entstand vor etwa 10.000 Jahren mit der Domestizierung von Pflanzen und Tieren das erste Zentrum der Landwirtschaft. Die gegen Ende des Neolithikums beginnende Entdeckung und Nutzung der reichen Kupfervorkommen im Vorderen Orient bewirkte eine weitere nachhaltige Veränderung der Gesellschaft.
Das sich ausbreitende Nebeneinander der Werkstoffe Stein und aus Erz erschmolzenem Kupfer wird durch den Begriff Kupfersteinzeit (Chalkolithikum) gekennzeichnet. Sie dauerte von ca. 5500 bis 3500 v.0. Zwar wurde die Anwendung von gediegenem Kupfer bereits für die Zeit um 8000 v.0 festgestellt, da aber das Verarbeiten von gediegenem Kupfer nicht mit schmelzmetallurgischen Vorgängen verbunden ist, werden diese Prozesse noch nicht der Kupfersteinzeit zugeordnet. Erst mit dem Auftreten von Verhüttungs- und Schmelzprozessen, wie sie anhand  von Verhüttungsschlacke nachweisbar sind, wird von Kupfersteinzeit bzw. Kupferzeit gesprochen. 
Mit die früheste Kupfergewinnung aus Erzen (Kupferverhüttung) fand in Südostanatolien statt. Entsprechende kupferne Gegenstände aus der Zeit um 5000 v.0 wurden in der Provinz Kilikien an der anatolischen Mittelmeerküste gefunden. Die Kupferminen in Anatolien zählten zu den ergiebigsten im Vorderen Orient. 
Kupfererzbergbau, Gewinnung und Verarbeitung von Kupfer sowie Kupferhandel führten in Verbindung mit neu hinzu kommenden Werkstoffen (Zinn, Arsen u.a.) die gesellschaftliche Entwicklung in Richtung Bronzezeit, die von ca. 3500 bis 1200 v.0 dauerte. In Mitteleuropa begann die Kupfergewinnung und  –anwendung erst um 4000 v.0. Der Übergang zur Bronzezeit erfolgte in dieser Region gleichfalls später, etwa um 2200 v.0.
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Sachverhaltstypen Fakten
Quelle Daniel Sträuli: Kupfersteinzeit. – In: Museion 15 (2005) Heft 4, S.22-35
Auf die Rolle von Holzkohle geht der Autor nicht ein. Nur einmal wird Holzkohle erwähnt, als das Schmelzen von Erz in kleinen, schüsselförmig vertieften Herdgruben beschrieben wird (S.33 unten).
Erfassungsjahr 2007


INR F125
Hauptsachwörter Eisenzeit I, Eisenzeit II, Hallstattkultur, La-Tène-Kultur, Eisenverhüttung, Sargon II. 
Zeit ab 1.200 v.0 bis 6. Jh. v.0 
Ort Vorderer Orient, Mitteleuropa, Ischia, Elba
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Sachverhalte
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Beginnende Eisenzeit
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Die Funde der ältesten Eisenobjekte wurden, analog zu den Funden aus Kupfer und Bronze, im Vorderen Orient gemacht: Mesopotamien (erzeugt um 5.000 v.0), Iran (4.600-4.100 v.0), Ägypten (3.500-3.100 v.0), Anatolien (2.500-2.000 v.0), Levante (2.000 v.0). Sie bestehen aus natürlich vorkommendem oder meteoritischem Eisen und sind mitunter schwer zu unterscheiden von Eisen, das erst viel später durch Verhüttung von Eisenerzen gewonnen wurde. Die Eisenverhüttung ist ein weitaus komplexerer Vorgang als die Kupferverhüttung. Schmelzöfen zur Gewinnung von schmiedbarem Roheisen müssen Arbeitstemperaturen von 1100 bis 1200 °C erreichen, damit der chemische Reduktionsprozeß in Gang kommt. 
Im Vorderen Orient war der Beginn der Eisenzeit etwa um 1200 v.0.  Es werden zwei Zeitabschnitte unterschieden. In der Eisenzeit I (zwischen 1200 und 1000 bzw. 900 v.0) begann das allmähliche Ersetzen von bronzenen Werkzeugen, Landwirtschaftsgeräten und Waffen durch Eisen. Für diesen Zeitraum existiert noch kein direkter Nachweis von Eisenerzbergbau, Verhütten und Schmieden von Eisen (diese Aussage stammt von 1978).
Eisenzeit II (ab 1.000 / 900 v.0) war die eigentliche, vollentwickelte Eisenzeit, in der für Waffen und Werkzeuge Eisen als Hauptmetall verwendet wurde. Erstmals finden sich Nachweise von Eisengewinnung aus Erz und von Eisenschlacke (Tell Afis in Syrien 750 v.0; Tell Hammeh in Jordanien  900-700 v.0). In einem Eisenlager aus der Regierungszeit des Assyrerkönigs Sargon II. (722-704 v.0) wurden 160 t Eisen in Form von Werkzeugen und Waffen  entdeckt. Auf einer Keilschrifttafel jener Zeit berichtete derselbe Machthaber von seinem Angriff auf die mesopotamische Stadt Ulhu: "Die mächtige Mauer, die aus Stein gemacht ist [...], habe ich mit Eisenäxten und Eisendolchen wie einen Topf zerschmettert."
In Mitteleuropa begann die Eisenzeit mit der nach ihrem österreichischem Fundort  benannten Hallstattkultur (700-500 v.0). Das Eisen wurde vermutlich als Rohmaterial eingeführt und am späteren Fundort weiterverarbeitet, Verhüttungsplätze und Eisenschmelzöfen sind für die Hallstattkultur nicht bekannt. Die nachfolgende, vorrömische Eisenzeit war die Zeit der La-Tène-Kultur (500-50 v.0), benannt nach dem Ausgrabungsort am Neuenburgersee in der Schweiz. Im 7.Jh. v.0 war die damals zu Griechenland gehörende  Mittelmeerinsel Ischia (Golf von Neapel) eine Stätte der Eisenverarbeitung. Schon etwas früher beherrschten die auf der Insel Elba lebenden Etrusker das Herstellen von Roheisen aus dem Mineral Hämatit (Roteisenstein), welches auf der Insel in großen Mengen abgebaut wurde. 
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Daniel Sträuli: Spannungsfeld Eisenzeit. – In: Museion 16 (2006) Heft 4, S 36-50
Auf die Rolle von Holzkohle geht der Autor nicht ein. In bezug auf die Eisengewinnung durch die Etrusker wird lediglich auf die "reichen Holzvorkommen auf Elba" verwiesen, die anfänglich als "Brennstoff" dienten.(S.42)
Erfassungsjahr 2007


INR F126
Hauptsachwörter Chalyber, Bewaffnung,  Eisenbergbau 
Zeit um 400 v.0 
Ort Nordwestliches Armenien
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Sachverhalte
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Buchzitate zum Volk der Chalyber
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"Chalyber: Völkerschaft im nordwestlichen Armenien" (Xenophon S.278).
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"Von da marschierten sie durch das Land der Chalyber... Die Chalyber waren die Wehrhaftesten von allen, durch deren Gebiet sie kamen; sie ließen es auch zum Handgemenge kommen. Sie trugen linnene, den Unterleib mitdeckende Koller, anstelle der Erzbeschläge dichte Filzstreifen. Auch hatten sie Beinschienen, Helme und am Gürtel ein Kurzschwert, dem spartanischen Säbel ähnlich, mit dem sie niederhieben, was sie zu überwältigen vermochten. Die abgehauenen Köpfe trugen sie jeweils auf dem Marsch mit, und sie sangen und tanzten, sooft die Feinde sie zu Gesicht bekamen. Ferner hatten sie eine Lanze von ungefähr 15 Ellen Länge mit einer Eisenspitze." (Xenophon S.127)
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"Nachdem die Griechen in acht Tagen durch dieses Land, das feindliche und das verbündete, marschiert waren, gelangten sie zu den Chalybern. Diese waren wenig zahlreich und den Mossynoiken untertan; die meisten lebten vom Eisenbergbau." (Xenophon S.148) 
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Anmerkungen: 
Die Chalyber gelten in der Literatur als ein Volk der Eisenschmiede und Köhler
Eine "Elle" sind 45 cm, die "Lanzen" hatten demzufolge eine Länge von sechseinhalb bis sieben Meter.
"durch dieses Land" - gemeint ist das Land der Mossynoiken, einer Völkerschaft an der Südküste des Schwarzen Meeres.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Xenophon: Der Zug der Zehntausend. – Bibliothek der Alten Welt. – Patmos Verlag, Verlag Artemis & Winkler, Düsseldorf / Zürich 2003.
Der Athener Xenophon (430-355/50 v.0) nahm um 400 v.0 am Feldzug des persischen Prinzen Kyros gegen dessen Bruder, den Großkönig Artaxerxes II. teil. Der Zusammenstoß mit Kämpfern der Chalyber ereignete sich zwischen Oktober 401 und Februar 400. 
Erfassungsjahr 2007


INR F127 
Hauptsachwörter Holz, Holzbestandteil, Definition 
Zeit
Ort
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Sachverhalte
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Was ist „Holz“ im biologischem Sinne?
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Holz ist das pflanzliche Dauergewebe in den mehrjährigen oberirdischen Achsenorganen der Bäume, Sträucher und Lianen. Es besteht vorwiegend aus Zellulose und dem Verholzungsstoff Lignin; untergeordnet kann es Harze, Wachse, Fette, Öle, Stärke, Zucker, und verschiedene Mineral-, Gerb- und Farbstoffe sowie Alkaloide enthalten.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Kelber, Klaus-Peter: Die Erhaltung und paläobiologische Bedeutung der fossilen Hölzer aus dem süddeutschen Keuper (Trias, Ladinium bis Rhätium).- In: Schüßler, H. ; Simon, T. (Hrsg.): Aus Holz wird Stein - Kieselhölzer aus dem Keuper Frankens.- Bergatreute (Eppe), 2007, S. 37-100
Erfassungsjahr 2007


INR F128 
Hauptsachwörter Fossiles Holz, Erhaltungsform, Kohliger Holzabdruck, Steinkernerhaltung, Gagaterhaltung, Fossile Holzkohle, Erkennungsmerkmal Hk, Block-Riß-Struktur Hk, Ankohlung, Wildfeuer 
Zeit Erdmittelalter / Trias / Keuper / Untere Keuper
Ort
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Sachverhalte
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Erhaltungsformen fossiler Hölzer aus dem süddeutschen Keuper
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Hölzer können in den verschiedensten Erhaltungen fossil überliefert werden. Neben der Verkieselung von Holz gibt es weitere Erhaltungsformen: 
a) Kohlige Holzabdrücke
Im kohligen Abdruck ist die ehemalige Holzsubstanz in kleine eckige Kohlestückchen zerbrochen, letztendlich zerfällt sie zu Kohlemulm.
b) Steinkernerhaltung
Durch die Zersetzung eines Pflanzenrestes im Sediment, aber auch durch die totale Zerstörung des Kernbereichs eines Holzstammes, kann ein Hohlraum entstehen, der nachträglich wieder mit feinkörnigem Sediment verfüllt wurde und dann die äußere Gestalt des ehemaligen zerfallenen Pflanzenteils wiedergibt. In großer Zahl bekannt geworden sind solche dreidimensionalen Steinkernerhaltungen bei den fossilen Schachtelhalmen. 
c) Gagaterhaltung
Als Gagat wird tiefschwarzes bituminisiertes fossiles Holz von großer Dichte bezeichnet, welches nur bis zum Braunkohlen-Stadium vergelt (stofflich metamorph verändert) wurde und deshalb ein geringes spezifisches Gewicht aufweist. Wegen ihrer leichten Schnitzbarkeit, besonders aber wegen ihres Glanzes, sind Gagat-Holzfossilien schon in prähistorischer Zeit zu Schmuckperlen verarbeitet worden. In England wird Gagat als „jet“ bezeichnet.
d) Holzkohlenerhaltung
Aus dem Unteren Keuper, dem Schilfsandstein, dem Coburger Sandstein und dem Rhätium konnten mittlerweile fossile Holzkohlenreste geborgen werden. So gut wie immer handelt es sich bei diesen gar nicht seltenen Funden, die jedoch in der Vergangenheit offensichtlich übersehen wurden, um isolierte Stücke von kantig-kubischer Gestalt bis zu 3 x 3 x 2 cm. Sehr oft sind glatte und rechtwinklige Bruchflächen zu erkennen, ein kennzeichnendes Merkmal, entstanden durch den Vorgang der Pyrolyse. Alle Funde geben sich schon makroskopisch durch ihren seidigen Glanz, ihr poröses Gefüge und durch ihren spröd-splitterigen Zerfall als Holzkohlen zu erkennen. Durch die Pyrolyse wird das Holzgewebe beim Umwandeln in Holzkohle mit transversalen Rissen blockartig zerlegt. Solche rechtwinkeligen Block-Riss-Strukturen fanden sich an der Außenfläche von verkieselten Stämmen aus dem Rotliegendem des Saar-Nahe-Beckens. Angekohlte Baumoberflächen mit orthogonalen Rissen lassen demgemäß auf Ankohlung durch Wildfeuer schließen.
Erläuterungen:
Trias – Erdzeitalter, vor 250–205,1 Mio. Jahren, älteste geologische Formation des Erdmittelalters, umfaßt die Abschnitte Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. 
Keuper –  jüngster Abschnitt der germanischen Trias, vor 227,4-205,1 Mio. Jahren. 
Unterer Keuper –  ältester Abschnitt des Keuper.
Schilfsandstein – Gestein des unteren Keuper mit Überresten von Schachtelhalmen, ursprünglich für Schilfreste gehalten.
Perm – Erdzeitalter, vor 292-250 Mio. Jahren, jüngste geologische Formation des Erdaltertums, umfaßt in Deutschland die Abschnitte Rotliegendes und Zechstein.
Rotliegendes  (Unterperm) – erster Abschnitt des Perm, vor 292-270 Mio. Jahren.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Kelber, Klaus-Peter: Die Erhaltung und paläobiologische Bedeutung der fossilen Hölzer aus dem süddeutschen Keuper (Trias, Ladinium bis Rhätium).- In: Schüßler, H., Simon, T. (Hrsg.): Aus Holz wird Stein - Kieselhölzer aus dem Keuper Frankens.- Bergatreute (Eppe), 2007, S. 37-100
Die Erläuterungen zu Trias, Keuper und Perm wurden entnommen aus dem Glossar der Publikation "Das Jarmillionenbuch. Vom Urknall zum Neandertaler". – ADAC-Verlag München,Wissen  Media Verlag Gütersloh/München, 2003, S.360-367. (E.Gering)
Erfassungsjahr 2007


INR F129 
Hauptsachwörter Fossile Holzkohle, Wildfeuer, Blitzzündung, Paläo-Atmosphäre, Feuerfenster, Semifusinit, Vitrinit, Holzverschwelung, Entstehungsursache Hk
Zeit Erdmittelalter / Trias / Keuper
Ort
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Sachverhalte
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Holzkohlenentstehung durch Wildfeuer zur Keuperzeit
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Funde von fossilen Holzkohlen bezeugen Wildfeuer in den Ökosystemen der germanotypen Oberen Trias.  Für das Entstehen dieser Holzkohle mußten damals bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
a) das Vorhandensein von genügend brennbarer Biomasse – etwa nach einem Windbruch mit anschließender Dürreperiode;
b) eine Entflammung der Holzansammlungen durch Blitzeinschlag. Hierbei ist gelegentliche Trockenheit der Holzansammlungen unabdingbare Voraussetzung für leichte Entflammbarkeit.
c) eine Maximal- oder Minimal-Zusammensetzung der Paläo-Atmosphäre zur Gewährleistung des Entflammens von Wildfeuer. Bei zu geringem Sauerstoffanteil (unter 13 %) wäre es nur schwerlich zur Entzündung des brennbaren Materials gekommen, während es bei zu hohem Sauerstoffanteil in der Atmosphäre viel zu oft gebrannt hätte. Das durch das Auftreten von Wildfeuern erwiesene Vorhandensein solcher „Feuerfenster“ ist somit ein indirekter Hinweis auf die Zusammensetzung der Paläo-Atmosphäre zur Keuperzeit. 
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Für die Feuerbrände in den Ökosystemen des süddeutschen Keupers kommen keine ungewöhnlichen Ursachen wie Vulkanismus oder extraterrestrische Ereignisse in Betracht. Es handelte sich mit Bestimmtheit um lokale Wildfeuer, die unter Einbeziehung der oben geschilderten Voraussetzungen auf natürlichem Wege durch Blitzzündung entstanden sind. Bei natürlichen Wildfeuern können häufig Übergänge zwischen nur wenig verändertem Holz und eindeutiger Holzkohle vorkommen. Nur äußerlich von der Umwandlung in Holzkohle betroffene Hölzer zeigen dann im inneren Kernbereich, fossil geworden, den Zustand von Semifusinit  oder von Vitrinit. Weil das durch den Vorgang der Pyrolyse in Holzkohle umgewandelte Holz sich mikrobiologisch so gut wie überhaupt nicht zersetzen kann, andererseits durch die hohlen Tracheiden-Lumen  aber lufterfüllt und damit schwimmfähig geworden ist, wurden gelegentlich Holzkohlenklasten   vor ihrer endgültigen Einbettung durch den Transport im fließenden Wasser abgeschliffen und gerundet. Einer außergewöhnlichen Fossillagerstätte entstammen die eingeschwemmten fossilen Holzkohlen des „versteinerten Torfes“ von Konhalden. 
Erläuterungen:
germanotyp - Ablagerungen aus dem mitteleuropäischen Triasbecken betreffend.
Obere Trias – siehe Keuper in F128.
Semifusinit – eine Streifenart der Steinkohle. Gefügebestandteil von Fusit (fossile Holzkohle), Holzstruktur nicht erhalten, Zellgefüge zersetzt.
Vitrinit – ein Gefügebestandteil der Braunkohle. Hauptbestandteil der Humuskohlen, die aus der  Humifizierung holzigen Materials hervorgehen.
Tracheid – röhrenförmige Gefäßzelle einer Pflanze. 
Lumen – Hohlraum eines röhrenförmigen Körperorgans.
Klasten - feste Gesteinsbruchstücke, die aus der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine stammen. 

Anmerkung:
Das offene Wildfeuer im Feuerfenster (siehe oben) muß sich zumindest an denjenigen Stellen, wo fossile Holzkohle vorliegt, rasch in ein Verschwelen des Holzes unter hochgradigem Sauerstoffabschluß gewandelt haben, weil erst in dessen Verlauf Holzkohle entstehen konnte. Bei ungehinderter Sauerstoffzufuhr wäre das Holz zu Asche verbrannt. Die jeweiligen Umstände, unter denen es letztendlich zu Schwelbränden unter weitgehendem Sauerstoffabschluß kam (z.B. Verschüttung mit Erdreich), müssen als Teil des Ursachenkomplexes angesehen werden, der bei Wildfeuern zum Entstehen von Holzkohle führte. (E.Gering)
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Kelber, Klaus-Peter: Die Erhaltung und paläobiologische Bedeutung der fossilen Hölzer aus dem süddeutschen Keuper (Trias, Ladinium bis Rhätium).- In: Schüßler, H.; Simon, T. (Hrsg.): Aus Holz wird Stein - Kieselhölzer aus dem Keuper Frankens.- Bergatreute (Eppe), 2007, S. 37-100
Die Erläuterungen zu Semifusinit und Vitrinit stammen aus www.naturstein-datenbank.de/ und www.wikipedia (Definition von Mazerale). Recherchedatum:17.6.2007.   Erläuterungen und Anmerkung wurden formuliert von E.Gering.
Erfassungsjahr 2007


INR F130 
Hauptsachwörter Fossile Holzkohle, Pyrolyse, Pflanzenteil, Holzkohlenanschwemmung, Holzkohlenlagerstätte
Zeit Erdmittelalter / Trias / Keuper
Ort
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Sachverhalte
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Fragile Pflanzenorgane in Holzkohlenerhaltung
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Die Umwandlung in Holzkohle verbessert ganz entscheidend das fossile Überlieferungspotential von pflanzlichem Gewebe. Sogar empfindliche Pflanzenteile sind durch Waldbrände in der geologischen Vergangenheit infolge des Pyrolyse-Vorgangs in die Holzkohlenerhaltung überführt worden. Weil selbst delikate Pflanzenorgane in Holzkohlenerhaltung gegenüber biologischer Degradation, chemischen Attacken und Erosions- und Oxidationsvorgängen außerordentlich resistent sind, andererseits die dispersen Holzkohlen schwimmfähig sind und über weite Strecken verspült werden können, konnte es zur Anreicherung auf sekundären Lagerstätten kommen. Manche solcher Fusit-Konzentrationen werden deswegen als Endglied eines Selektionsvorganges gedeutet, weil „normale“ Pflanzenpartikel schon in vorherigen Phasen vor allem durch die mikrobiologische Zersetzung zerstört worden sind. Bei der Prospektion und Auswertung solcher fossilen Holzkohlenreste aus dem Keuper stehen wir noch ganz am Anfang.
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Sachverhaltstypen Fakten, Vermutung
Quelle Kelber, Klaus-Peter: Die Erhaltung und paläobiologische Bedeutung der fossilen Hölzer aus dem süddeutschen Keuper (Trias, Ladinium bis Rhätium).- In: Schüßler, H.; Simon, T. (Hrsg.): Aus Holz wird Stein - Kieselhölzer aus dem Keuper Frankens.- Bergatreute (Eppe), 2007, S. 37-100
Erfassungsjahr 2007


INR F131 
Hauptsachwörter Chalyber, Lebensweise, Schmiede, Skythen 
Zeit Aischylos (523-456 v.0) 
Ort Kaukasos
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Sachverhalte
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Beschreibung der Chalyber bei Aischylos
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Prometheus: 
Was ihr vorhin euch wünschtet, habt ihr leicht von mir 
erreicht; aus ihrem eignen Munde wolltet ihr 
zuerst von ihren bittren Nöten Kenntnis haben. 
Nun laßt euch weiter sagen, was für Leiden noch 
das Mädchen hier von seiten Heras dulden muß. 
Du, Kind des Inachos, beherzige mein Wort,
damit du deiner Irrfahrt Ziel genau erkennst! 
Du wirst zunächst von hier zum Sonnenaufgang ziehen 
und ungepflügte Flur betreten; zu den Skythen
Nomaden, wirst du kommen, die geflochtne Hütten 
bewohnen, hoch auf Fahrzeugen mit festen Rädern, 
und Bogen führen, deren Pfeile weithin treffen; 
gib dich nicht ab mit ihnen, sondern wandre durch 
ihr Land, dicht an der lauten Meeresbrandung hin. 
Dann wohnen linker Hand die Chalyber, die Meister 
der Schmiedekunst; vor ihnen nimm dich ja in acht, 
sie sind ein rohes Volk und ungastlich zu Fremden. 
An den Hybristes wirst du kommen, der mit Recht 
so heißt; durchquer ihn nicht – schwer ist er überschreitbar –, 
bevor du nicht den Kaukasos erreichst, den höchsten 
der Berge, wo der Strom unmittelbar vom Gipfel 
hervorbricht.
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Sachverhaltstypen Fakten, Fiktionen
Quelle Aischylos: Prometheus in Fesseln. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 671 (vgl. Aischylos-Werke, S. 139-140) (c) Aufbau-Verlag)  http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm ]
Erfassungsjahr 2007


INR F132 
Hauptsachwörter Chalyber, Eisenschmiede, Lebensbedingungen
Zeit Apollonius von Rhodos (ca.295-ca.215 v.0) 
Ort Kleinasien
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Sachverhalte
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Beschreibung der  Chalyber bei Apollonius von Rhodos
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Die Amazonen bewohnen 
In der Nähe drei Städte, dann folgen die ärmlichsten 
Menschen, Chalyber, die dort hausen auf rauhem, 
unzwingbarem Boden, Arbeitsleute, und sie bereiten Geräte aus Eisen.
Reich an Herden hausen die Tibarener daneben
Über dem Berg Genetaios, der Zeus, dem Gastlichen, heilig. 
Ihre Nachbarn sind die Mossynoiken, Bewohner 
Eines bewaldeten Landes am Abhang hoher Gebirge,
Die in hölzernen Türmen sich ihre Wohnung errichten.
Fahrt an ihnen vorbei und landet auf felsigem Eiland;
Sachverhaltstypen Fakten, Fiktionen
Quelle Apollonius von Rhodos: Die Argonauten. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 987- 988 (vgl. Apollonios-Argon., S. 63) (c) Sammlung Dieterich Verlagsgesellschaft mbH  http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm
Erfassungsjahr 2007


INR F133 
Hauptsachwörter Chalyber, Lebensbedingungen, Eisenerzgewinnung 
Zeit Apollonius von Rhodos (ca.295-ca.215 v.0)
Ort
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Sachverhalte
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Weitere Beschreibung der Chalyber bei Apollonius von Rhodos
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So kam man
Anderen Tags und bei sinkender Nacht zu der Chalyber Lande.
Diese sind nicht gewohnt, mit Stieren zu pflügen, sie kennen
Keinerlei Anpflanzung erfreuender Früchte, auch niemals
Pflegen sie Herden je auf tauigen Wiesen zu weiden;
Nein, sie graben nur harten und eisenhaltigen Boden,
Lebensunterhalt dafür zu tauschen, und jeder
Morgen bringt neue Plage; in dunkle, wolkige Schwaden
Und in Rauch gehüllt, erdulden sie drückende Mühsal.
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Sachverhaltstyp Fakten
Quelle Apollonius von Rhodos: Die Argonauten. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 1015-1016 (vgl. Apollonios-Argon., S. 85) (c) Sammlung Dieterich Verlagsgesellschaft mbH  http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm
Erfassungsjahr 2007


INR F134 
Hauptsachwörter Chalyber, Eisen 
Zeit Euripides (484-406 v.0)
Ort
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Sachverhalte
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Erwähnung der Chalyber bei Euripides
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Als einzige Gottheit verbietet sie,
sich ihren Altären und ihrem Bildnis
zu nahen; Opfer erhört sie nicht.
O Herrin, laste nicht schwerer
auf meinem Leben als früher schon!
Denn selbst was Zeus gebietet,
vollendet er nur im Bunde mit dir.
Das Eisen sogar der Chalyber zwingst du gewaltsam,
und keine Nachsicht kennt dein schroffes Begehren.
Sachverhaltstypen Fakt, Fiktionen
Quelle Euripides: Alkestis. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 2872 (vgl. Euripides-W Bd. 1, S. 37) (c) Aufbau-Verlag  http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm
Erfassungsjahr 2007


INR F135 
Hauptsachwörter Chalyber, Stahl, Schmied, Vulcanus, Schmiedearbeit
Zeit Vergil (70-19 v.0) 
Ort Ätna, Sizilien
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Sachverhalte
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Erwähnung der Chalyber bei Vergil
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Da rief Vulcanus: »He, Ätnakyklopen,
aufhören, fort mit allen begonnenen Arbeiten! Achtung:
Waffen für einen Helden gilt es zu schmieden. Wir brauchen
Kräfte und rührige Hände und meisterhaft fachliches Können.
Vorwärts, kein Säumen!« Er sparte sich weitere Worte. In Eile
teilten sie alle die Arbeit unter sich auf und begannen
emsig das Werk. Schon strömten Kupfer und Gold, in dem
großen Schmelzofen ward der verwundende Stahl der Chalyber flüssig.
Einen gewaltigen Schutzschild formten sie, einen nur gegen
alle latinischen Waffen, nieteten fest ihn aus sieben
Platten zusammen. An Blasebälgen saugten und preßten
andre die Luft, und wiederum andere tauchten das Kupfer
zischend ins Wasser. Vom Krachen der Ambosse stöhnte die Höhle.
Taktmäßig hob die Schar der Kyklopen wuchtig die Arme,
packte mit Zangen und drehte die glühende Masse des Eisens.
Sachverhaltstypen Fakten, Fiktionen
Quelle Vergil: Lied vom Helden Aeneas. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 17860-17861 (vgl. Vergil-W, S. 340) (c) 
Aufbau-Verlag http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm
Erfassungsjahr 2007

INR F136 
Hauptsachwörter Gilgamesch, Epos, Metallguß, Waffen, Eisen
Zeit Entstehung des Epos auf zwölf Tafeln vermutlich um 2000 v.0  (siehe Quelle, S. 111)
Ort Uruk, Südbabylon (Mesopotamien)
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Sachverhalte
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Gilgamesch spricht zu Engidu:
"Mein Freund,
Wir beide wollen gegen Chumbaba streiten!...

Gilgamesch, wird man sagen,
ist gegen den gewaltigen Chumbaba gezogen.
Wahrlich, einen Namen will ich mir machen!
Mein Freund, laß uns die Handwerker rufen,
Vor uns sollen sie Beile gießen!"

Sie gingen und riefen die Handwerker.
Da sitzen die Meister, den Zeitpunkt bestimmend.
Sie gossen Beile,
Sie gossen schwere Äxte,
Sie gossen große Dolche ...     [Zweite Tafel]

"Der den Tod des Eisens starb, sahst du einen solchen?"   [Zwölfte Tafel]

Sachverhaltstypen Fiktionen, Fakten
Quelle Das Gilgamesch-Epos / Hermann Ranke (Übersetzer). – Wiesbaden 2006, S. 22 und 109.   Zitierung mit  freundlicher Genehmigung des Marix Verlags Wiesbaden
Erfassungsjahr 2007



 
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