|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
( 1 ) Entstehen, Suchen und Finden von Erzlagerstätten
|
Entstehung von Erzlagerstätten |
| Als Erze werden Mineralien bezeichnet, die in so hohem
Maße mit nutzbaren Metallen angereichert sind, daß diese Metalle
in Verhüttungsprozessen gewonnen werden können.
Die ersten, zeitlich noch nicht exakt einzuordnenden Erzvorkommen bildeten sich bereits in frühen Erdzeitaltern. In den letzten Jahrmillionen des Erdzeitalters Silur, dem Obersilur, nahmen die Erzvorkommen an Größe und Reinheit zu. |
Das Erdzeitalter Silur (benannt nach dem keltischen Volksstamm der Silurer) erstreckte sich über einen Zeitraum, der vor 440 Millionen Jahren begann und vor knapp 417 Millionen Jahren endete. Der dritte und letzte Abschnitt des Silur, das Obersilur, begann vor 423 Millionen Jahren und dauerte sechs Millionen Jahre. Zeitlich vor dem Silur lag das 55 Millionen Jahre währende Erdzeitalter des Ordovizium (benannt nach dem in Nord-Wales lebenden Volksstamm der Ordovizier). Auf das Silur folgte das über 63 Millionen Jahre dauernde Erdzeitalter des Devon (benannt nach der englischen Grafschaft Devonshire im Südwesten Englands). vgl.301 Erdzeitalter |
| Nur wenige Metalle kommen in der Natur in gediegener,
reiner Form vor. Am bekanntesten dafür sind die klassischen Edelmetalle
Silber und Gold, das gleichfalls zu den Edelmetallen zählende Kupfer
sowie das vermutlich auch schon im Alten Ägypten verwendete Platin.
Seltener tritt auch gediegenes Zinn auf.
Die meisten Metalle, darunter Eisen, Zink und Blei, sind in der Natur nur in Verbindung mit anderen Metallen sowie zusammen mit Sauerstoff, Schwefel, Chlor und Kalk vorhanden. Natürliche Verbindungen dieser Art gelten auch für die oben genannten Edelmetalle. |
| Metall | Name des Erzes | Mineralklassen | Verbindungsart | Fundorte im VO |
| Gold | Calaverit | Sulfide | Gold / Schwefel, Selen, Tellur | Nubien, Sinai |
| Silber | Argentit, Galenit (Bleiglanz) | Sulfide und Sulfosalze | Silber / Schwefel | |
| Platin | ||||
| Kupfer | Malachit
Azurit Cuprit Chrysokoll |
Carbonate
Carbonate Silicate und Germanate |
Ägypten
Zypern, Ägypten Elat (Israel) |
|
| Zinn | Kassiterit
Stannit |
Oxide und Hydroxide
Sulfide u. Sulfosalze |
Zinn / Sauerstoff
Zinn / Schwefel, Selen, Tellur |
|
| Eisen | Hämatit, Magnetit
Pyrrhotin, Pyrit, Siderit, Limonit |
Oxide, Chloride
Sulfate, Carbonate |
||
| Zink | Zinksulfid, Zinkspat | Sulfide | ||
| Blei | Galenit (Bleiglanz) | Oxide, Sulfite, Carbonate u.a. | Saudi-Arabien |
| Ausgedehnte Erzlager bildeten bzw. bilden sich vor allem
in den Weltmeeren und hier oft in den Mündungsgebieten großer
Flüsse. Entsprechende, an Mineralien reiche Sedimentablagerungen finden
sich noch in tausend Kilometer Entfernung von der Küste.
Die durch solche Transportströmungen in die Ozeane verfrachteten Eisen-, Kupfer-, Silber-, Zink- und Bleierze lagern sich am Meeresboden ab. |
| Von großer Bedeutung für
die Bildung von Erzlagerstätten ist auch der Tiefseevulkanismus,
dessen Wirkung sich beispielsweise an den im Obersilur noch zu weiten Teilen
vom Meer bedeckten Alpen nachweisen läßt. Aus Unterwasservulkanen
austretende Lava läßt am Meeresboden zahlreiche Spalten aufbrechen,
aus denen schwermetallhaltige Lösungen hervortreten, die Metalle wie
Kupfer, Zink oder Blei enthalten.
Diese Hydrothermen lassen sich in der Gegenwart z.B. im Roten Meer anhand von aus dem Wasser austretenden schwarz-grauen Rauchfahnen (Black smokers) beobachten. Im Gefolge dieser Vorgänge, die Tausende von Jahren anhalten können, lagern sich die gelösten Metalle in dicken Schlammschichten auf dem Meeresboden ab. Im Laufe von Jahrmillionen werden diese metallhaltigen Schichten von mächtigen Gesteinsdecken überlagert, deren Druck die metallhaltigen Schichten allmählich zu Erzlagern verfestigt. Gebirgsbildende Vorgänge verformen und falten oft die Erzlager samt ihren darüber befindlichen Gesteinsschichten, wodurch die Lagerstätten wieder in die Nähe der Erdoberfläche gelangen können. siehe 302 Erzlager |
"Erz (althochdeutsch aruzi, erezi, mittelhochdeutsch arze, erze, erz) - jedes Mineral, welches eins der nutzbaren schweren Metalle in gewinnbarer Menge enthält. Das Auftreten der Metalle in den Erzen ist verschieden. Bald erscheinen sie gediegen, bald als Sauerstoff-, Schwefel- oder Arsenverbindungen, bald als Kohlensäuresalze etc. In den Schriften der Alten wird aes (griechisch chalkos) gewöhnlich mit Erz (Adjektiv: ehern) übersetzt. Man hat dabei in den älteren griechischen Schriften (außer bei Homer) wohl nur an Kupfer ... zu denken, während in der ältesten und wieder in der späteren Zeit ganz allgemein die Bronze ... an die Stelle des Kupfers trat und auch als Erz bezeichnet wurde." siehe 303 Erz |
Das auf geologischen und ähnlichen Verfahren beruhende
Ausfindigmachen, Erkunden oder Untersuchen von Lagerstätten nutzbarer
Mineralien wird in der Fachsprache des Bergwesens als Prospektion
(Prospektieren), die ausführende Person als Prospektor
bezeichnet.
Das Wort "Erzprospektion" (Prospektion von Erzen) wäre aus dieser Sicht eine Tautologie. Wo dieser Terminus trotzdem Verwendung findet, ist er als Synonym von "Prospektion" anzusehen. Er wird meist benutzt, um die Tätigkeit einer "Erkundung von Erzvorkommen" bzw. einer "Suche nach Erzen" zu unterstreichen.Um die Suche nach einem bestimmten Erz oder einer Klasse von Erzen zu bezeichnen, wird der Terminus "Prospektion" mit dem Namen des betreffenden Erzes oder Minerals verbunden (z.B. "Prospektion von Kupfer" oder "Prospektion von Malachit"). Analoges gilt für die Bezeichnung der Suche nach einer bestimmten Klasse von Erzen oder Mineralen (Beispiel: "Prospektion von sulfidischen Kupfererzen"). |
| Die ur- und frühgeschichtliche Prospektion war eine
Tätigkeit, die vielfältige, und von Generation zu Generation
weitergereichte Erfahrungen der Prospektoren voraussetzte und die oft jahrelanges
Suchen erforderte.
In den Anfangsperioden der Erzsuche war das Prospektieren auf das Finden von farblich auffälligen Steinen und Sanden (zum Beispiel goldhaltiger Sand) gerichtet. Zielorientiertes Prospektieren von Vorkommrn bestimmter Erze setzte erst ein, als die wirtschaftliche und vor allem auch die waffentechnische Bedeutung des aus den Erzen gewinnbaren Metalls erkannt wurde. E.Ge. |
|
| Wegen der leichten Verformbarkeit war die Verwendung
von Kupfer für Werkzeuge und vor allem für Waffen stark eingeschränkt.
Das änderte sich mit der Erkenntnis, daß durch Hinzufügen
von kleinen Mengen eines weiteren Metalls oder Halbmetalls zur Kupferschmelze
die Festigkeit beträchtlich verbessern ließ.
Der eigentliche Durchbruch in der Kupferanwendung wurde schließlich mit der Beigabe von Zinn zur Kupferschmelze erzielt. Die als Bronzen bezeichneten verschiedenen Kupferlegierungen erreichten mit der Zinnbronze ihren Höhepunkt. Es begann die fast zwei Jahrtausende währende Bronzezeit. In dieser Epoche veränderten sich die Aufgabengebiete der Erzprospektion. Die Suche nach den selten vorkommenden Zinnerzlagerstätten rückte zunehmend in den Vordergrund der Erzsuche. |
Aufträge zu Prospektionen nach Erzen dürften in der Regel von den Landesherrschern selbst erteilt worden sein. Das war notwendig, weil Erkundungen in entfernten Gebieten zum Eindringen in fremde Herrschaftsbereiche führen konnten und die Prospektoren nicht immer nur Erzsucher, sondern von Fall zu Fall auch Kundschafter auf militärischen und anderen Gebieten waren. |
Zum Auffinden von Erzen bzw. Erzlagerstätten in
der freien Natur kam es in der Hauptsache durch:
|
| Das Interesse der Prospektoren galt anfänglich
vor allem den Gebieten, wo leicht erkennbare erzhaltige Gesteine frei auf
der Erdoberfläche lagen. Der Gebrauchswert dieser oft farbigen "Steine"
bestand in ihrer Verwendbarkeit als Schmuck oder als dekorative Elemente
für repräsentative Zwecke.
Sobald die Kunde von solchen Funden bis in das Machtzentrum des entsendenden Landes gedrungen war. folgte der Prospektion häufig die Expedition, das heißt das Aussenden von Truppen mit dem Auftrag der weiteren Geländeerschließung und des Transports gefundener Erze an die vorgesehenen Verwertungsorte. Zu allen Zeiten der Geschichte des Alten Ägypten diente das Heer dem Pharao als Instrument für außenpolitische Operationen: in Krisenzeiten zur Beilegung militärischer Konfrontationen durch Feldzüge, in Friedenszeiten zum Durchführen von Kampagnen zur Materialbeschaffung mittels Expeditionen. Beide Aktionsfelder ließen sich nicht immer klar voneinander unterscheiden. Insbesondere in Nubien waren Expeditionen oft mit Kampfhandlungen verbunden, um den Zugang zu den Rohstoffressourcen (vor allem zu Gold) mit Gewalt zu erzwingen. 306 ExpeditionWaren die Oberflächenfunde erschöpft, richtete sich das Interesse der Erzsucher bzw. der Expeditionen auf diejenigen Fundorte, die relativ dicht unter der Erdoberfläche lagen. Es entstanden die ersten Gruben, Gänge und Schächte, um auch an diese Erze heranzukommen. |
| Gezieltes Suchen setzte voraus, daß die Prospektoren
über Kenntnisse von bestimmten typischen Eigenschaften und Wirkungen
der gesuchten Erze verfügten. Das betraf Eigenschaften wie Farbe und
Geruch des Erzes sowie Veränderungen der Vegetation über oder
unmittelbar neben den im Erdboden lagernden Erzen.
Am einfachsten war das Auffinden von Erzen in landschaftlichen Trockengebieten, weil dort Erzgänge meist ohne nennenswerte Vegetationsdecke zutage traten. Letzteres traf generell auf felsige Gegenden zu. Dort ließen sich Gesteinsfarben, die auf das Vorhandensein bestimmter Erze hinwiesen, leicht feststellen. Grünblaue Farbe deutete auf Anwesenheit von Kupfererz, rötliches Braun auf Eisenerz, matt glänzendes Schwarz auf Bleiglanz und grau-schwarze Farbe auf Weißbleierz. Ebenso wichtig wie hinreichende Kentnisse von den Erzen selbst war Wissen über die Signale, welche in der der natürlichen Umwelt der Erzlager das Vorhandensein von Erz anzeigten. Diesbezügliche Signale waren beispielsweise Besonderheiten in Farbe und Geschmack von Quellwasser oder in Farbe und Wuchs von Kräutern. 307 Prospektion |
Auch eine gegenüber der Umwelt erhöhte Temperatur
des untersuchten Gebietes konnte als Signal angesehen werden. Georgius
Agricola schrieb davon später in seinem Werk "De re metallica",
daß über Erzgängen wachsende Kräuter bei Frost nicht
mit Reif überzogen werden, da ein vom Erdboden aufsteigender "hitziger
und trockener dunst" das Gefrieren verhindert.
"Zu de so wir die gäng suchen / habendt wir fleißig achtung auff die reiffen / von welchen alle kreuter weiß sähe / außgenomen dise die auff den gängen wachsen / dan es gher vo jne ein hitziger vn drockner düst / welcher dieweil sie feucht seindt / dz zusame gfrure verhindt." 308 AgricolaAus Klüften aufsteigende warme und nach Schwefeldioxid riechende Luft wies auf sulfidische Erze wie zum Beispiel Bleiglanz hin. In seiner "Naturgeschichte" berichtet Plinius der Ältere in diesem Zusammenhang über die verderbliche Wirkung derartiger Dünste auf Tiere, namentlich Hunde. 309 Plinius |
| Wenn oberflächennahe Erzvorkommen erschöpft
waren, wurde Prospektion von Erzlagern auch mittels unterirdisch angelegten
Schächten und Stollen betrieben. Beispiel hierfür sind die Athenischen
Silberbergwerke der Antike. Ein Prospektionsschacht im griechischen
Bergbaurevier Laureion erreichte eine Tiefe von 59 Metern. Von dort aus
wurden Prospektionsstollen vorgetrieben, "jedoch ohne Erfolg, denn die
gesuchte erzführende Schicht lag, wie man später feststellte,
20 m tiefer." 310 Meier
Um vermutete oberflächennahe Erzvorkommen zu entdecken, wurde von den Prospektoren anstelle des Aufschlusses mit Pickel und Hacke noch ein zweites Verfahren angewendet, das in der modernen Terminologie als "flushing" (Spülen) bezeichnet wird. Es besteht darin, künstlich angestautes Wasser durch Öffnen eines Erddamms sturzbachartig abfließen zu lassen, damit Humus- und Schotterschichten weggeschwemmt und oberflächennahe Erzgänge sichtbar werden. 311 Plinius Die direkte bodennahe Untersuchung des Erdbodens über
mögliche Erzvorkommen erfolgte hauptsächlich mittels Schürfgruben.
Diese ovalen, kreisrunden oder asymmetrischen Gruben haben Durchmesser
zwischen 15 und 50 Meter und Tiefen bis zu 4 Meter.
|
| Der Eiserne Hut bildet sich an sulfidischen Kupfererzvorkommen
aus, wenn diese oberhalb des Grundwasserspiegels durch den im Regenwasser
gelösten Luftsauerstoff oxidiert werden. Bei Vorhandensein von Pyrit
(FeS) bleiben die unlöslichen Eisenoxide an der Oberfläche zurück
und bilden den eisernen Hut.
Da die Erze reich an Kupfer, Schwefel und Eisenverbindungen sind, wird der Erzkörper in der Nähe der Oberfläche durch schwankende Grundwasserspiegel und Kontakt mit Luftsauerstoff, Frostsprengung und dgl. verwittert. Auf diese Weise entstehen im Bereich des Eisernen Hutes aus den sulfidischen Kupfererzen die oxidischen Kupfererze (zu denen auch die karbonatischen Kupfererze gezählt werden) sowie gediegenes Kupfer. 314 Eisenhut |
|
|
|
Eine dichterische Wiedergabe der Aufdeckung von Blei-.
Silber- und anderen Erzvorkommen durch Naturereignisse liefert der lateinische
Dichter und Philosoph Lukrez (lat. Titus Lucretius
Carus), 97– 55 v. u.Z.):
"Nun zu den übrigen noch: das Erz und das Gold und das Eisen |
( 2 ) Gewinnen von Kupfererz in Ägypten, Jordanien und Palästina
| Das vermutlich älteste Kupferrevier der Welt ist
Ergani
Maden in Zentralanatolien, wo bereits vor 5000 Jahren sulfidisches
Kupfererz gefördert wurde. Ergani-Maden ist u.a. berühmt für
bis zu 1 m lange Chalkantit-Stalagtiten, welche sich aus Kupfersulfatlösungen
in den alten Abbauräumen bilden.
Bedeutende Kupferreviere im Vorderen Orient waren von der Kupfersteinzeit bis zur mittleren Bronzezeit die Erzlagerstätten von Feinan (Fenan) im Wadi el-Arabah (heutiges Jordanien) und von Timna in der Negev-Wüste (heutiges Israel). Das Bergbaurevier von Timna war, obwohl vermutlich niemals größere Mengen an Kupfererz gefördert oder verhüttet wurden, charakteristisch für die damaligen Wüstenbergbau- und -schmelzreviere. Als Kupfererz wurde in weichem Sandstein lagernder knollenförmiger Malachit abgebaut. Die Gruben waren meist vertikale Schächte, welche durch Strebe miteinander verbunden waren. Die Gänge folgten planlos dem Verlauf der Kupfermineralisation, bis diese erschöpft war. 313 Kupferreviere |
|
Vordynastische Kulturen und Kupferanwendungen in Ägypten |
Mit Vordynastik oder Prädynastik (synonym Vordynastische oder Prädynastische Zeit) werden in der Ägyptologie die Geschichtsepochen vor der Herausbildung der pharaonischen Dynastien bezeichnet. Hierbei wird unter "Dynastie" die Abfolge der zu einem bestimmten Herrschergeschlecht gehörenden Herrscher bzw. Pharaonen (Pharao ist der Titel für altägyptische Könige). verstanden. Die Vordynastische Zeit dauerte bis 3150 v.u.Z. Sie wurde von der Frühdynastischen Zeit (3032 bis 2707 v.u.Z.) abgelöst. 316 Prädynastik |
|
Die im Vergleich zu den unterägyptischen Kulturen
jüngeren oberägyptischen Kulturen sind seit
4400 v. u.Z. belegt, also seit jener Zeit, als die sogenannte Memride-Kultur
ausklang. Aus diesen oberägyptischen Kulturhorizonten ging später
die Entwicklung der pharaonischen Kultur hervor.
Am bekanntesten unter den oberägyptischen Kulturen ist die El-Badari-Kultur (ca. 5000-4000 v.u.Z.). Es ist die älteste neolithische Kultur Oberägyptens. Die Bezeichnung stammt vom gleichnamigen Dorf "Badari" am Ostufer des Nil, südlich von Assiut, einer Stadt in Mittelägypten. Diese Kultur widerspiegelt insbesondere den ersten reich entwickelten Grabkult, dessen Grundelemente (wie die Bestattung mit Gütern und Kleidung) bis in die pharaonische Zeit Bestand hatten. Innerhalb der Keramikproduktion zeichnete sich die Badari-Kultur durch charakteristische braunrote Tongefäße aus, die im oberen Teil schwarz gefärbt waren. Diese Randfärbung wurde durch eine spezielle Brenntechnik erzeugt.Im 4. Jahrtausend wurde die Badari-Kultur von der räumlich benachbarten Naqada I-Kultur abgelöst. 317 Badari |
|
| Kupfer kam seit der Badari-Periode (siehe oben) in Form von Nadeln und Schmuckperlen und seit der Frühen Vordynastischen Zeit (um 3400 v.u.Z.) in Form von Armbändern, Fingerringen und weiteren kleinen Gegenständen in Ägypten vor. Alle diese Objekte waren klein und leicht; es wurden noch keine schweren Objekte wie Waffen etc. aus Kupfer hergestellt. Kupferne Waffen besaßen die Ägypter erst seit dem Ende der Vordynastischen Zeit (ca. 3150 v.u.Z.). Beginnend mit der anschließenden Frühen Dynastie waren dann kupferne Äxte, Beile, Dolche und Speere sowie Haushaltsgegenstände aus Kupfer in beachtlicher Anzahl in Gebrauch. |
| Eine große prähistorische
Bergbau-Anlage befindet sich in Timna in
der israelischen Negev-Wüste. Hier wurde ungefähr seit dem Jahr
4000 bis etwa 1200 v.u.Z. Kupfererz gefördert und auch weiterverarbeitet.
Die
noch in der Gegenwart zu besichtigende Anlage von Timna ist vermutlich
die älteste der Welt. Trotz des relativ kleinen Umfangs der
Kupfererzmengen, die dort abgebaut und verhüttet wurden, ist Timna
charakteristisch für seinerzeitige Wüstenreviere des Bergbaus
und des Schmelzens.
Abgebaut wurde in Timna das knollenförmige Kupfererz Malachit, welches in Sandstein eingebettet war. Die Bergbaugruben waren meist vertikale, durch Streben miteinander verbundene Schächte, die Gänge folgten planlos dem Verlauf der Erzadern. |
| Als Brennmaterial für das Verhütten dienten die spärlich vorhandenen Wüstenakazien, über deren Verarbeitung zu Holzkohle jedoch keine Angaben vorliegen. Die Innentemperaturen für die Verhüttungsöfen betrugen, wie nachgestellte Experimente belegen, zwischen1180 und 1350°C. Begünstigt wurden diese hohen Temperaturen durch vorherrschende starke Winde und durch Verwenden von Blasebälgen, gefertigt aus Ziegenhaut. Das gewonnene, noch verunreinigte Rohkupfer wurde durch nochmaliges Erhitzen oder durch Hämmern verfeinert. 318 Vordynastik |
|
Kupferbergbau im Wadi Arabah (Jordanien) |
| Zu den bedeutendsten Revieren des Kupferbergbaus vom Chalkolithikum bis zur mittleren Bronzezeit zählen die Lagerstätten von Fenan (Synonyme Feinan; Faynan) im jordanischen Teil des Wadi Arabah (Synonyme Wadi al-Araba(h), Arava, Aravasenke, Aravatal), wenngleich sich Fenan, gemessen an seiner Tonnage an hinterlassenen Schlacken, kaum mit den großen Kupferrevieren auf Zypern und in Zentralanatolien (Ergani Maden) vergleichen läßt. Das Gebiet von Fenan liegt etwa auf dem halbem Weg zwischen dem Roten und dem Toten Meer und fast direkt an der Grenze zu Israel. 319 Fenan |
Das Wadi Arabah ist ein Wüstengebiet. Westlich von ihm liegt die Wüste Negev. Das Wadi gehört zum Großen Afrikanischen Grabenbruch und ist die Fortsetzung der Bruchlinie vom Jordangraben über das Tote Meer weiter nach Süden. Es erstreckt sich über 175 km vom südlichen Ende des Toten Meeres bis zum Golf von Aqaba am Roten Meer und ist 10 bis 25 km breit. Am Ostrand des Wadi Arabah befinden sich die jordanischen Berge mit mehr als 1700 m Höhe, westlich des Wadi erreicht das Gelände nur ca. 600 m. Die höchste Stelle des Wadi Arabah selbst liegt ca. 75 km nördlich der Küstenstadt Eilat und beträgt 230 m, während sich die tiefste Stelle mit 417 m unter dem Meeresspiegel am Toten Meer befindet. 320 Arabah |
| Die unterirdische Grube Umm el-Amad (Mutter aller Säulen)
im Kupferzentrum von Fenan zeigt heute noch deutliche Spuren der prähistorischen
(vorzeitlichen) Kupfererzgewinnung. Die Abbaue erstreckten sich bis 20
m Teufe und bis 55 m Länge. Der Abbau erfolgte im Kammer-Pfeiler-Bau.
Das Erz wurde untertage vorsortiert, das taube Gestein für den Bau
von Stützpfeilern genutzt.
318 Umm |
| 150–160.000 Tonnen Schlacke mit einem Alter zwischen
4500 und 2000 Jahren wurden auf den Abraumhalden rund um die Verhüttungsplätze
im Wadi Arabah gefunden. Der Hauptteil der alten Kupferschlacken stammt
aus der Eisenzeit IIC (700-587 v.u. Z.).Während
dieser Periode war der Kupferbergbau von Fenan gleichbedeutend mit jenem
auf Zypern. Im Verhältnis zu Ergani Maden, dem bereits vor 5000
Jahren betriebenem Kupferbergwerk in Zentralanatolien, blieb Fenan allerdings
weiterhin relativ klein.
321 Kupferbergbau |
|
Kupferbergbau in Palästina (vgl. Kupferbergbau im Wadi Arabah) |
| Zu Südpalästina sind Kupferobjekte in Nahal Mishmar (einem Tal am Toten Meer) und an weiteren Plätzen bereits für die Periode von 4500 bis 3500 v.u.Z. archäologisch belegt. In einer Höhle am Toten Meer fanden sich über 400 Kupferobjekte sowie mehrere Gegenstände aus Stein und Elfenbein. Das Kupfer enthielt in einigen Fällen einen hohen Arsenanteil. Es war dadurch härter und zugleich leichter zu gießen als das Kupfer der anderen Gegenstände. Viele der Kupferobjekte waren in Formen aus verlorenem Wachs hergestellt worden und gehörten damit zu den ältesten bekannten Objekten in dieser Technik. Die Gegenstände wurden um 3500 v.u.Z. hergestellt und sind somit der Kupfersteinzeit zugehörig. Die Herstellung erfolgte mehr als tausend Jahre vor dem Beginn der Kupferverarbeitung in Mesopotamien. 340 Mishmar |
| Das Kupfererz für das Herstellen der genannten kupfernen
Gebrauchsgegenstände stammt vermutlich aus dem palästinensischen
Wadi Arabah bzw. aus Fenan.
Für die am gleichen Ort entdeckten kupfernen Prestige- und Prunkobjekte kam hingegen das einheimische Kupfererz nicht in Frage, da es kein Arsen enthielt. Entweder müssen diese Objekte selbst oder das zu ihrer Herstellung verwendete legierte Kupfer in Form von Erz oder Kupferbarren importiert worden sein. Arsenhaltiges Kupfererz wurde zu jener Zeit nur im Ostiran abgebaut. und verarbeitet. Härte und Glanz des arsenhaltigen Kupfers führten erst viel später dazu, daß man der Kupferschmelze zunächst ganz bewußt Arsen und schließlich Zinn beifügte, wodurch es zur gezielten Erzeugung von Bronze kam. 341 Forum |
| Angliederung Palästinas an Ägypten
Seit den Feldzügen der Thutmosidenzeit waren sowohl große Teile Palästinas als auch Nubien als Provinzen an Ägypten angegliedert. 342 Angliederung Die Pharaonen Thutmosis I. bis Thutmosis IV. gehörten zur 18. Dynastie des Neuen Reiches und regierten mit einer Unterbrechung von 1504 bis 1388 v.u.Z. |
| Kupfererz in brauchbaren Mengen kam im ägyptischen Mutterland kaum vor. Auch die Kupfererzlager im Sinai und in der östlichen Wüste sind aus heutiger Sicht für einen wirtschaftlichen Abbau nicht ausreichend. 322 Lucas |
| Das Gebiet des Wadi Maghara im Sinai, welches Kupferminen beherbergt, war erst durch Djoser, dem letzten König der 2. Dynastie, erobert worden. Ab der 3. Dynastie (Beginn 2707 v.u.Z.) kam es dann im Sinai und im Gebiet südlich des Toten Meeres zum Kupferabbau. 323 Helck |
Während der 5. oder 4. Pharaonendynastie des Alten
Reichs, in welchem von etwa 2707 bis 2216 v.u.Z. die 3. bis 6. Dynastie
regierte, existierten im oberägyptischen Buhen
Anlagen zur Kupferverarbeitung. Gefunden wurden Fragmente von Kupfererz
sowie Schlacken in Verbindung mit roter Keramik fremder Herkunft. Diese
Funde ließen darauf schließen, daß dort in den fraglichen
Zeiten keine Metallgewinnung, sondern Verarbeitung andernorts gewonnener
Metalle stattfand.
Buhen war eine altägyptische Festung und Siedlung unterhalb des zweiten Nilkataraktes in Oberägypten (historische Landschaft Unternubien), nahe der heutigen Grenze zum Sudan.. Die Stadt wurde vor allem im Mittleren und Neuen Reich genutzt und hatte eine Ausdehnung von 215×460 m. 324 Buhen |
| Weitere Vorkommen von Kupfer wurden während des
Mittleren
Reiches (11. bis 12. Dynastie, etwa 2137 bis 1781 v.u.Z.) in der
östlichen Wüste Ägyptens erschlossen.
In den Inschriften früherer Perioden wurde kaum etwas von Anlagen und von Arbeitern zur Kupfergewinnung.berichtet. Damit scheidet Ägypten als Ursprungsland der aus prä- und frühdynastischen Perioden stammenden Funde von Kupfergegenständen aus. Spätere textliche Quellen ergeben kein anderes Bild. Nur einmal wird in den ägyptischen Königsinschriften über eine Expedition gesprochen, die unter dem Pharao Sesostris III. (1878-1840 v.u.Z., Mittleres Reich) zum Wadi Maghara im Sinai geführt wurde, um von dort Malachit und Kupfer zu holen. Dieser Feldzug wurde von manchen Forschern als Zeichen für ein Kupfervorkommen im Sinai gewertet, welches den Kupferbedarf Ägyptens decken konnte. Diese Vermutung fand anfänglich durch die im Sinai gefundenen Kupferschlacken Bestätigung. Jüngere Untersuchnungen haben jedoch ergeben, daß es sich bei dem am genannten Ort vermuteten Kupfervorkommen nur um Schlacken aus den Resten von Verschmelzungen handelt. [siehe Gardiner & Peet 1955, The Inscriptions of Sinai: 5.6.8.] Die Schlacken weisen zwar auf Kupferverarbeitung, aber nicht auf dortige Kupfergewinnung hin. 325 Lucas Der Feldzug des Sesostris III. dürfte eher der Erbeutung von Lagerbeständen fertiger Kupferobjekte und -barren gedient haben. Wer diese angenommenen Lagerbestände anlegte, bleibt ungewiß. . Demgegenüber gibt es in ägyptischen Quellen zahlreiche Erwähnungen von Kupfer fremder Herkunft. So wurde zum Beispiel das sogenannte asiatische Kupfer in mehreren Feldzügen der ägyptischen Könige als Beute heimgebracht. 326 Helck , 327 Forum |
|
|
|
|
[ ... ] Das Bergbaurevier Timna liegt im südlichen Teil Negev-Wüste, ca. 25 km nördlich der Hafenstadt Elat (Golf von Akaba). und nahe der im Osten verlaufenden Grenze zu Jordanien. Die besten Beweise alter Kupferausbeutung
im Sinai kommen von den Minen und -Hüttenstandorten in Timna,
die ausgegraben und bis ins Detail geprüft wurden. Dieses Bergbaurevier
zeigt die Gewinnung und örtliche Verhüttung von Kupfererzen
und die allmähliche Entwicklung der angewendeten metallurgischen Prozesse
vom vierten Jahrtausend an.
Die Timna-Minen sind im Grunde genommen
eine Serie von zylindrischen Säulen , welche unterirdische Galerien
miteinander verbinden. Die gegrabenen Gänge sind eng und niedrig.
Sie liefern, obwohl miteinander verbunden, wenig Beweise von einer Gesamtstrategie
des Abbaus oder von Kenntnissen über die Möglichkeiten der
Belüftung und der Wasserführung.
|
|
| Die besondere Rolle, welche Ägypten
bei der Kupfergewinnung im Vorderen Orient spielte, kam in den ägyptischen
Aktivitäten auf dem Sinai zum Ausdruck. Die Sinai-Halbinsel
gehörte seit der frühdynastischen Zeit zum Einfluss- oder Machtbereich
des Alten Ägypten.
Die Kupferbergwerke auf dem Sinai wurden vermutlich bereits um 5000 v.u.Z. in Betrieb genommen. Es wird angenommen, daß zu jener Zeit aus dem Osten und Norden gekommene Völker auf dem Sinai lebten, der wesentlich fruchtbarer war als heute. Die Menschen betrieben Jagd, Viehzucht und Fischfang; der Süden des Sinai war offenbar dicht besiedelt. |
Die als "Elat-Kultur" bezeichnete
Periode (4500 - ca. 3500 v.u.Z.) und die anschließende "Timna-Kultur"
(bis 2500 v.u.Z.) waren durch Kupfererzabbau und Kupferverarbeitung geprägt.
Die Kupfererze der Sinai-Gruben enthielten hauptsächlich Malachit
und Chrysokoll.
Malachit ist ein häufig vorkommendes grünes bis dunkelgrünes, auch smaragdgrünes Mineral aus der Klasse der Carbonate und Nitrate. Die ausschließlich grüne Farbe ist für Malachit charakteristisch. Malachit entsteht als Verwitterungsprodukt in der Oxidationszone von Kupfer-Lagerstätten. Sein Kupfergehalt liegt bei 57 Prozent. Im Vergleich zu Glas ist Malachit relativ weich (Härtegrad 3,5 bis 4; Glas 5 bis 5,5). 330 MalachitIm Sandstein des Sinai war Kupfererz nicht besonders reichlich vorhanden. Um aus dem abgebauten Gestein das Kupfer zu gewinnen, mußten daher vor dem Verhütten umfangreiche und weitgehende Erzaufbereitungsarbeiten erfolgen. 332 Neuburger |
| Umschlagsort für den Weitertransport
des in den Timna-Minen abgebauten Kupfererzes war der am nördlichen
Ende des Golfs von Aqaba (Rotes Meer) gelegene Hafen von Elat (synonym
Eilat). Das Erz wurde auf Schiffe verladen und über das Rote Meer
zu den ägyptischen Verarbeitungsplätzen verschifft.
Vermutlich fanden ägyptische Expeditionen zum Kupferrevier von Timna schon in der vordynastischen Zeit Ägyptens (4. Jahrtausend v.u.Z.) statt, um das im ägyptischen Kernland rare und vor allem militärisch bedeutsame Kupfer zu beschaffen. |
"The evidence for ancient copper
mining and smelting by the Egyptians is twofold, first, the existence of
ancient mines with ruins of mining settlements and ancient slag heaps,
and second, inscriptions in the neighbourhood of mines left by mining expeditions.”
==> "Beweise für alten Kupferbergbau und Verhüttung von Kupfererz gibt es in Ägypten zweifach: erstens das Vorhandensein alter Bergwerke mit Ruinen von Bergbausiedlungen und mit alten Schlackenhaufen, zweitens Inschriften, die von Bergbauexpeditionen in der Nachbarschaft von Bergwerken zurückgelassen wurden."“Ancient workings, some of which are of considerable size, which admittedly were either for copper ore or for turquoise, exist at Magharah and at Serabit el Khadim, both of which are situated in the south-west of the peninsula of Sinai and about twelve miles apart.” ==> "Alte Arbeitsstätten, davon einige mit beträchtlicher Größe, bestimmt für Kupfererz oder für Türkis, existieren bei Maghara und bei Serabit el Khadim. Beide Orte liegen im Südwesten der Halbinsel Sinai, etwa zwölf Meilen voneinander entfernt."333 Lucas |
| Türkis ist ein relariv selten auftretendes, wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat aus der Mineralklasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“, welches auf dem Sinai in den von Basalt überlagerten Sandsteinen gefunden wird. Die grünblaue Farbe von Sinai-Türkis ist dunkler als die Farbe der Türkise aus Persien; das Material ist auch härter als dasjenige von vergleichbaren Türkisen anderer Fundorte. Türkis wird ausschließlich zu Schmucksteinen verarbeitet. 334 Türkis |
| Der Türkis gehört zu den ältesten Edelsteinen
der Menschheitsgeschichte. Er wurde bereits vor dem Jahr 5000 von den Ägyptern
als Schmuckstück und für Einlegearbeiten verwendet. Beispiele
aus späterer Zeit sind vier mit Türkis belegte Gold-Armbänder
der Ehefrau des zweiten Herrschers der Ersten Dynastie (3032-3000 v.u.Z.)
sowie die mit Türkis ausgelegte Totenmaske des Pharao Tutenchamun.
Die Halbinsel Sinai hatte bedeutende Türkislagerstätten. Im Südwesten des Sinai befanden sich auf einem ca. 650 km² großen Gebiet sechs Türkis-Abbaureviere. Die ältesten dieser Reviere waren Serabit el-Khadim und das Wadi Maghara. In Serabit el-Kadim lag eines der wichtigsten Zentren des Türkisabbaus, den vor allem die Pharaonen der 12. Dynastie an diesem Ort vorantrieben. Als Herrin des Türkises galt die Göttin Hathor, wie zahlreiche Votivstelen und eine in den Felsen geschlagene große Tempelanlage zeigen. 335 Türkisabbau |
| Bereits in der vordynastischen Zeit Ägyptens erfolgte auf dem Sinai, der als "Land der Türkise" bezeichnet wurde, die Suche nach dem kostbaren Mineral. Die Pharaonen aus der Zeit der Timna-Kultur (3500 - 2500 v.u.Z.) entsandten ägyptische Expeditionen in den Sinai, um dort Türkis abzubauen. 336 Biallas |
| Beginnend mit der Zeit der ersten ägyptischen Dynastien
wurde mehr als 2000 Jahre lang von ägyptischen Sklaven in den
Maghara-Wadi-Gruben des Sinai nach Türkis geschürft.
Im Gebiet von Eilat am Golf von Aqaba gibt es Vorkommen eines Gemenges aus Türkis, Malachit und Chrysokoll. In den alten Grubengebieten von Timna, die etwa 40 km nördlich von Eilat liegen und zu den ältesten abgebauten Kupferlagerstätten der Welt gehören, wurde zu Beginn des dortigen Kupferbergbaus vermutlich auch Türkis gewonnen. 337 Türkisgruben |
Thus the earlier ones (Third, Fourth and beginning of Fifth Dynasties respectively) merely record the names and titles of the Pharaohs, then reference to the leaders and officers of the expeditions are included (Fifth Dynasty) and at later dates statements of the objects of the expeditions. Although there can be little doubt that all the expeditions were for the purpose of mining either turquoise or coppper ore, there is no direct proof of this from the inscriptions themselves in the case of the earlier ones, which might have been merely punitive expeditions, though they are believed to have been more." ==> "Die Inschriften mit Hinweisen auf häufig erfolgte Aktivitäten beziehen sich auf Türkis und nur in einem Fall auf Kupfer. Sie sind daher für die Beschreibung der Geschichte des ägyptischen Kupferbergbaus ungeeignet. |
| Der Sinai ist in der biblischen Überlieferung zu einem Großteil der Schauplatz des Pentateuch und anderer Stellen des Alten Testaments, betreffend die Geschichte vom Auszug aus Ägypten, die Mosesgeschichte, die Geschichte vom Empfang der Gesetzestafeln auf dem Berg Sinai und den Beginn der israelitischen Landeroberungen in Palästina. Geografisch ist zu unterscheiden zwischen der Halbinsel Sinai als Ganzes und dem im Süden dieser Halbinsel gelegenen Berg Sinai. EGe |
|
|
|
( 3 ) Gewinnen und Exportieren von Zinn
| Die am Ende der Jungsteinzeit stattgefundene neolithische
Revolution bewirkte einen qualitativen Sprung
in der bis dahin relativ schleppend verlaufenen Entwicklung der gesellschaftlichen
Produktivkräfte. Ein charakteristisches Merkmal dieses Sprungs war
das beschleunigte Voranschreiten beim Übergang vom Werkstoff
Stein zum metallischen Werkstoff Kupfer. Damit entstanden neuartige
Möglichkeiten der Herstellung und Nutzung von Geräten zur
Intensivierung der Landwirtschaft sowie von Ausrüstungen und Waffen
zum Führen von offensiven und defensiven Kriegen.
Mit der sich verbreiternden Nutzung von Kupfer zeigten
sich gleichzeitig dessen Grenzen, die in dem sowohl für zivile Anwendungen
als auch für kriegerische Auseinandersetzungen zu niedrigem Härtegrad
des Kupfers bestanden. Das rasche Sichtbarwerden dieser Grenzen führte
schnell zu dem Bemühen um Verbesserung der Nutzungseigenschaften kupferner
Arbeitsgeräte und kupferner Waffen.
|
|
| Nach der neolithischen Revolution als dem ersten
qualitativen Sprung in der Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte
wurde mit der Durchsetzung der Zinnbronze als führendem metallischem
Werkstoff der zweite qualitative Sprung
vollzogen, der in allen Ländern des Vorderen Orients umfassende wirtschaftliche,
waffentechnische und kulturelle Veränderungen mit sich brachte.
Zum dritten qualitativen Sprung in der Entwicklung der Produktivkräfte.kam es erst am Ausgang des 2. Jahrtausends v.u.Z., als das Eisen nach einer langen Anlaufphase den Werkstoff Bronze zunehmend vom führenden Platz unter den metallischen Werkstoffen verdrängte. EGe Weiteres über die Verbreitung der Bronzetechnologie siehe Kapitel 5, Abschnitt3. |
|
|
|
| Obwohl während der gesamten Bronzezeit das Zinn
nur mit durchschnittlich zehn Prozent an der Kupfer-Zinn-Legierung beteiligt
war, ermöglichte das thermochemische Zusammenwirken der beiden Metalle
das Erzeugen eines völlig neuartigen Werkstoffes, mit dem die Gebrauchswerte
metallischer Geräte und Werkzeuge spürbar erhöht und
die Kampfwerte metallischer Waffen und militärischer Ausrüstungen
um ein Mehrfaches gesteigert wurden.
Der großen Bedeutung des Zinns für die Herstellung
der Zinnbronze und dem daraus resultierenden wachsenden Zinnbedarf stand
in den Ländern des Vorderen Orients und in deren unmittelbar benachbarten
Regionen das Fehlen von abbauwürdigen Zinnvorkommen gegenüber.
Das benötigte Zinnerz mußte aus den Bergwerken und Zinnseifen
ferner Länder auf den Handelswegen zu Wasser und zu Lande im Austausch
gegen andere Handelsgüter bezogen werden.
Ob und in welchem Umfang vorgefertigte, jedoch unbearbeitete Bronze aus anderen Ländern in Gebiete des Vorderen Orients importiert wurde, ist kaum bekannt. Jedoch dürfte aus wirtschaftlichen und besonders aus militärischen Gründen die Eigenerzeugung von Bronze aus heimischem Kupfer und und das Beschränken auf Zinnimporte häufig den Vorrang vor dem Importieren fertiger Bronze besessen haben, auch wenn das zur Bronzeherstellung benötigte Zinn unter großenteils schwierigen Bedingungen aus weit entfernten Ländern herangeschafft werden mußte. EGe |
| Zinn-Eigenschaften | Zinn-Minerale |
| Symbol | Sn (Stannum) | Cassiterit (Zinnstein) | SnO2 |
| Moshhärte | 1,5 (mit Fingernagel ritzbar) | Stannin | Cu2FeSnS4 |
| Schmelzpunkt | 231,93 °C | ||
| Siedepunkt | 2602 °C |
|
| Als Zinnlagerstätten gelten Erzvorkommen, die als
wirtschaftlich bedeutsamste Komponente eines der beiden nutzbaren Zinnminerale
führen: Cassiterit (Zinnstein,
SnO2) oder Stannin (Zinnkies, Cu2FeSnS4).
Zinn wird im wesentlichen aus drei Typen von Lagerstättengewonnen: a) Ganglagerstätten, die an granitische Gesteine gebunden sind (Gegenwartsbeispiele Cornwall in England, südostasiatischer Zinngürtel mit Thailand und Malaysia); |
|
| Im Alten Ägypten gefundene Zinnvorkommen blieben ungenutzt, da es für Zinn keine Verwendung gab und die Herstellung von Bronze erst 500 Jahre später anfing. Die Zinnlagerstätten im Gebiet des heutigen Cornwall (britische Inseln) waren schon 1000 Jahre bekannt, bevor man mit ihrer Nutzung begann. [ Nach Angaben von Ernst Pernicka]. 350 Zinnvorkommen |
Von ca. 3000 bis etwa 1000 v.u.Z bestimmte die
Legierung aus 90% Kupfer und 10% Zinn die Weiterentwicklung von Persien
bis an die Adria.
"Bei der Suche nach der Initialzündung für diese
Entwicklung steht als gemeinsamer Ausgangspunkt die Frage: Woher stammt
das Zinn in den Bronzen des Alten Orients? Denn: Kupfer findet
sich im östlichen Mittelmeerraum reichlich, aber weit und breit kein
Zinn."
|
|
| Mit dem Hinweis auf die usbekischen Karnab-Bergwerke
läßt sich die Frage nach der Herkunft des zur Bronzeherstellung
notwendigen Zinns nicht beantworten. Die dortigen Zinn-Minen waren
erst von 1600 bis 800 v.u.Z in Betrieb, das heißt zu einer Zeit,
als man im Alten Orient frühzeitliche Bronzegeräte schon längst
herstellte oder hergestellt hatte.
Zeitlich besser passen die Bergwerke bei Muschiston im benachbarten Tadschikistan, rund 150 km östlich von Samarkand, die bereits von ca. 2400 bis 800 v.u.Z in Funktion waren. 352 Muschiston |
|
|
| Das Dorf Karnab liegt etwa
auf halber Strecke zwischen Samarkand und Buchara, südöstlich
der Stadt Navoi. Das Bergbaurevier liegt 2,5 km nordöstlich des Dorfes
in einer halbwüstenhaften Landschaft. Das Areal mit alten Gruben erstreckt
sich über 1500 m Länge und 500 m Breite auf einer Meereshöhe
von 450-500 m. Die Mächtigkeit der zinnführenden Quarzgänge
schwankt zwischen einigen Zentimetern und einem Meter. Das darin
feinverteilte Mineral Cassiterit (SnO2) ist mit bloßem Auge
kaum zu erkennen. Der Zinngehalt nicht abgebauter Erzgänge beträgt
nicht mehr als 2%.
In den 40er Jahren des 20.Jahrhunderts u.Z. wurden im Revier Karnab etwa 20 Gruben mit alten Pingen kartiert. In einigen Grabungsobjekten befanden sich gut sichtbare Bergbaureste.
Erzführende Gänge zweier in Karnab untersuchter
Pingen waren von den alten Bergleuten fast völlig abgebaut worden.
Die Untersuchungen gingen bis zum Grundwasserbereich ab 9,5 m Teufe. Gefunden
wurden unter anderem mehrere Tausend Steingezähe (Hämmer,
Hacken, Klopfsteine). Eine weitere Pinge wurde bis zu einer Teufe von 17
m vollständig ausgegraben. Gefunden wurden mehrere Hundert Steingeräte.In
Übergangszonen zu tieferen Sohlen wurden mittig in der Sohle deutliche
Schleifspuren festgestellt, die einen sicheren Hinweis auf Seilförderung
und -fahrung darstellen.
|
|
|
| Die Lagerstätte von Muschiston liegt in NW-Tadschikistan
südlich des Zeravschan-Tals in 3000 m Höhe. Die hydrothermalen
Erzgänge sind zwischen devonischen Kalken und Schiefern eingebettet.
In einem Erz-Handstück, welches den Archäometallurgen
Parzinger, Pernicka und Weisgerber bei einem Arbeitsbesuch 1992 in Mushiston
von dortigen Bergleuten vorgezeigt wurde, traten neben dem Primärerz
Stannit (Cu2FeSnS4) noch die Erze Varlamoffit (Sn,Fe))(O,OH)2 und Muschistonit
(Cu,Zn,Fe)Sn(OH) auf. Muschistonit war erst 1984 auf der namengebenden
Lagerstätte entdeckt worden. Außerdem wurden vor Ort die Kupfererze
Malachit und Azurit sowie das Zinnerz Cassiterit festgestellt.
Eine Radiokarbonanalyse noch erhaltener Holzstämme ergab für den Grubenausbau in Muschiston eine Datierung zwischen 2100 und 1000 v.u.Z., das heisst während der Bronzezeit. |
| Durch ihre geographische Lage im Südwesten Mittelasiens,
d.h. direkt an den alten Handelswegen in den Alten Orient, sowie durch
den Umfang des Erzabbaus waren die Zinnbergwerke von Karnab und Muschiston
potentielle Lieferer für die frühstädtischen Kulturen. 357
Cierny
Alte babylonische Quellen berichten von einem "Zinnland weit im Osten". ( ZDF-Sendung "terra-x" vom 7.8.2008 ) |
|
| Die etwa 800 Gruben von Karnab erstreckten sich über
fast zwei Quadratkilometer. Jede Abbaustelle in Karnab lieferte pro Jahr
rund eine Tonne Zinn.
Eselskarawanen brachten das Zinn, wie Keilschrifttafeln belegen, über 2000 km unwegsames Gebiet zu den Handelsmetropolen in Mesopotamien. Wichtigster Umschlagplatz war Babylon. Von dort ging es weiter zum Hafen Ugarit am Mittelmeer. Die weitere, über See führende Handelsroute wird am Beispiel des Schiffes "Uluburun" (siehe unten) und seiner im Schiffswrack gefundenen Ladung nachvollzogen. Von Ugarit ging die Fahrt über Zypern (Laden von Kupferbarren) nach Kreta und Mykene (Ladeort für Keramikkrüge). Danach weiter per Schiff nach Troja und ins Schwarze Meer. Von da nach Ägypten (Übernahme von Glasbarren) und zurück nach Ugarit (Tausch von ägyptischem Glas gegen weiteres Zinn). Die Länge einer solchen Fernhandelsrundreise mit dem Schiff betrug ca. 1700 Seemeilen. 358 Seehandelsweg |
| Assyrische Texte aus dem frühen 2. Jahrtausend
v.u.Z berichten über Zinntransporte via Susa.
Gelegen an der südöstlichen Grenze Mesopotamiens zum persischen
Hochland war Susa das natürliche Ziel aller Karawanen aus Zentralasien.
Im Zeravschan-Tal (nahe Muschiston in Tadshikistan) freigelegte Knochen von Pferden und Kamelen zeigen, daß für den Erztransport erforderliche Lasttiere vorhanden waren. 359 Handelsweg |
|
||||||||
| Die meisten Kulturgruppen mußten Fernhandelsbeziehungen
aufbauen, um sich das für die Bronzeherstellung notwendige Zinn zu
beschaffen. Das galt beispielsweise auch für ganz Südosteuropa,
in dem es, von kleineren Vorkommen in Ostserbien abgesehen, keine Zinnlager
gab. Darum mußte das Metall aus Böhmen, der Türkei oder
vom Ural beschafft werden.
Mitte des 2. Jahrtausend v.u.Z wurde dann mit dem Eisen ein neues Metall entdeckt, das nicht legiert werden mußte und in vielen Teilen Europas zu finden war. 360 Fernhandel |
||||||||
|
||||||||
Ende des 14. Jahrhunderts v.u.Z sank vor der Südküste
Kleinasiens im Sturm ein mit Handelsgütern beladenes Schiff,
dessen Wrack später nach dem nahen Küstenort "Uluburun" benannt
wurde. Unterwsserarchäologen bargen in der Gegenwart von Bord des
Schiffswracks folgende Güter:
Auffällig ist an obiger Liste das Gewichtsverhältnis der Schiffsladungen von Kupfer und Zinn wie 9 zu 1. Das entspricht dem üblichen Gewichtsverhältnis von 9 zu 1 in der Kupfer-Zinn-Schmelze beim Herstellen von Zinnbronze. EGe |
In der Amarna-Korrespondenz wird von Kupferlieferungen aus Zypern bereichtet. Dieser für die Spätbronzezeit ungemein wichtige Rohstoff wurde zu Beginn des Neuen Reiches noch durch Überseehandel beschafft und nur bedingt aus Serabit el-Chadim (Westsinai) importiert. Erst mit dem Eröffnen der Kupferminen von Timna in der 19. Dynastie und mit dem industrialisierten Ausbeuten der dortigen Ressourcen unter Ramses II sicherte sich Ägypten eine unabhängige Versorgung mit Kupfer. In der 12. Dynastie kam es zur Intensivierung der Handelsbeziehungen mit der Levante. Staatlich organisierte Handelsexpeditionen erschlossen für Ägypten den direkten Zugang zu fehlenden Rohstoffen wie Blei, Zinn, Bronze und Silber. Zur Drehscheibe des Güteraustausches wurde Byblos. Ägypten exportierte dafür Gold (als Rohstoff und in verarbeiteter Form), feines Leinen, Papyrus u.a. 362 Handel |
|
|
|
( 4 ) Gewinnen von Nichteisenerzen in weiteren
Ländern und Gebieten des Vorderen Orient
*****
|
| Das nubische Gebiet jenseits der traditionellen ägyptischen
Südgrenze im Bereich der Nilinsel Elephantine am Ersten Katarakt stand
schon früh im Blickpunkt pharaonischen Machtinteresses. Nubien besaß
einerseits selbst wertvolle Rohstoffe und Produkte, welche die Aufmerksamkeit
der ägyptischen Herrscher weckten, andererseits bildete es einen langgestreckten
Korridor zu den nicht minder attraktiven exotischen Handelsprodukten
Innerafrikas.
Bereits für die Frühzeit und das Alte Reich sind militärische Vorstöße nach Unternubien überliefert. In gezielten Einzelaktionen drangen ägyptische Truppen in ihr Nachbarland ein, um mit großen Mengen an Rohstoffen, Menschen und Vieh zurückzukehren. ... Neben Menschen und Vieh waren es wertvolle Rohstoffe, welche die Ägypter immer wieder nach Nubien führten. An erster Stelle stand das Gold, dessen Abtransport nach Ägypten schon in der 3. Dynastie anhand der Titulatur eines hohen Militärs von Elephantine deutlich wird. Dieser war unter dem König Sechemset nicht nur Festungskommandant, sondern such "Siegler des Goldes von Elephantine". Die Doppelfunktion dieses Beamten weist auf die primäre Aufgabe Elephantines als militärisch gesicherter Goldumschlagplatz hin. Neben Gold lockten in Nubien auch Hartgesteine (z.B. der mindestens seit der 4. Dynastie abgebaute Diorit) sowie Kupfererze, deren Verhüttung während der 4. und 5. Dynastie in Buhen nachgewiesen ist. 339 Nubien |
|
Zypern (griech. Kypros, latein. Cyprus) war im hethitischen
Reich sowie in Ugarit als Alasija bekannt.
Bodenschätze Zyperns waren bzw. sind Kupfer, Asbest, Marmor, Pyrit
(Minen), Gips, Salz, Tonerde (an den Stränden). Seit
der Bronzezeit belieferte Zypern das östliche Mittelmeer mit Kupfer.
Zypern ist die drittgrößte Insel im Mittelmeer. Geografisch gehört Zypern zu Asien; geologisch liegt es auf der Anatolischen Platte. Die erste ständige Besiedlung der Insel erfolgte von Syrien aus während der Jungsteinzeit im |
|
| “Ein ganzer Berg wurde in ein Tal verwandelt, das von
der Schlacke der alten Kupferöfen bedeckt ist; nichts wurde von dem
harten Fels übrig gelassen als die Öffnung (Foto!), durch die
die damaligen Bergleute in den ehemaligen Berg vorgedrungen waren.
46 frühgeschichtliche Kupferminen hatten die Erzsucher im Norden des Oman aufgespürt, und allein diese eine hatte geschätzte 100.000 Tonnen Schlacke hinterlassen.” 344 Heyerdahl Oman |
| Ausführliches zum Thema "Kupfergewinnung und Holzkohle im Oman" siehe den Abschnitt (2) "Holzkohlenerzeugung und -anwendung" im Teil I der vorliegenden Studie. |
|
| Neben den Kupfer- und Zinnerzen nahmen in der Bronzezeit
auch die Silber- und Bleierze an Bedeutung zu, wenngleich das Blei in der
vorrömischen Zeit noch eine wirtschaftlich unbedeutende Rolle spielte.
Erst in römischer Zeit wurden Hunderttausende Tonnen Blei verhüttet,
verarbeitet und hauptsächlich im Baugewerbe und im Schiffbau eingesetzt.
Bedeutende Reviere für Bleierz und Silbererz befanden sich auf der Ägäisinsel Siphnos und im griechischen Laureion an der Südspitze Attikas.(Blütezeit 5./4.Jh. v.u.Z.). Später kamen die Blei- und Silbererzvorkommen Hispanias (Carthago Nova, Sierra Morena), Britanniens und Sardiniens hinzu (Der Höhepunkt in Sardinien war vermutlich im 4.Jh. u.Z.). Oft fiel Blei nur als Nebenprodukt bei der Silbergewinnung an, denn in der Antike wurde der größte Teil des Silbers aus silberreichen Bleierzen erschmolzen. 346 Silbererz |
|
|
|
( 5 ) Gewinnen von Eisenerz im Vorderen Orient
|
Anfänge der Eisengewinnung und -nutzung |
| Um 4000 v.u.Z. erfolgten in in Sumer und Ägypten,
wie entsprechende Funde belegen, praktische Nutzungen von gediegenem Eisen,
das als Meteoreisen in der Natur vorhanden war. Das Eisen wurde hauptsächlich
für Dekorationen und Speerspitzen verwendet.
Im Zeitraum zwischen 3000 und 2000 v.u.Z. wurde in Mesopotamien, Kleinasien und Ägypten begonnen, Eisen durch Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Vom Meteoreisen unterscheidet sich das aus irdischem Eisenerz gewonnen Eisen dadurch, daß es kein Nickel enthält. Das durch Verhüttung gewonnene Eisen war wertvoller als Gold und wurde vermutlich nur für zeremonielle Zwecke genutzt. Möglicherweise entstand dieses Eisen in Form von Eisenschwamm auch als Nebenprodukt bei der Bronzeherstellung. Zwischen 1600 und 1200 v. u.Z. kam es zur verstärkten Nutzung von Eisen, gefördert durch eine von den Hethitern entwickelte Methode zur besonders wirtschaftlichen Eisenherstellung. Zugleich blieb die Bronze auch gegenüber dem Eisen der dominierende Werkstoff. Die Eisenproduktion war zu dieser Zeit weitgehend ein Monopol des Hethitischen Reiches und ein Faktor von dessen wirtschaftlichem und militärischem Aufstieg. Mit dem ab 1200 v.u.Z. beginnendem Untergang des Hethitischen Reiches konnte sich das Wissen um die Eisenproduktion im gesamten Vorderen Orient und allmählich auch in Europa verbreiten. Es begann der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit. Wesentlicher Grund für das Vordringen des Eisens in andere Länder war die Überlegenheit eiserner Rüstungen und Waffen gegenüber den aus Bronze hergestellen Ausrüstungen. Auch der ständige Mangel an dem zur Bronzeherstellung erforderlichem Zinn leistete dem Übergang zur Eisenzeit Vorschub. 363 Eisen |
|
"There are abundant supplies of
iron ore in various parts of Egypt and in the Sinai peninsula. Iron ores
(including magnetide and haematite as well as accessory minerals such as
jasper) are found at Wadi el-Dabba in the Eastern Desert. Baharyia Oasis
in the Western Desert, almost on a latitude with el-Minya, is an important
iron-ore source today, supplying haematite, limonite and goethite."
==> Umfangreiche Lagerstätten von Eisenerz gibt es in verschiedenen Teilen von Ägypten und auf der Sinai-Halbinsel. Eisenerze (inklusive Magneteisenstein und Roteisenstein sowie Zusatzminerale wie Jaspis) werden auch im Wadi el-Dabba in der Ostwüste gefunden. Die Bahariya-Oase in der Westwüste, fast auf gleicher geografischer Breite wie el-Minya, ist heute eine wichtige Eisenerzressource, welche Roteisenstein, Limonite und Goethite liefert. |
|
| "The impetus for iron production
might well have derived from copper smelting.It is noted above that iron
minerals were added to copper ores as fluxes to aid the smelting process.
These could result in copper -iron alloys. However, iron with more
than a minute trace of copper becomes unworkable and the true link, if
any, between copper and iron production remains in doubt. Another possible
link is between the introduction of red iron-based glazes, such as the
red faience that appears in New Kingdom Egypt, and the development of iron
ore smelting.
By the second half of the second millennium BC, iron was beginning to come into more common use, perhaps mainly deriving from the Hittite world." ==> Der Impuls für Eisenproduktion könnte von der Kupferverhüttung gekommen sein. Es ist bekannt, daß den Kupfererzen als Flußmittel Eisenminerale hinzugefügt wurden, um den Hüttenprozess zu unterstützen. Das könnte zu Kupfer-Eisenlegierungen geführt haben. Jedoch kommt es bei mehr als einer winzige Spur von Kupfer zu keiner echten Verbindung zwischen den beiden Metallen und ein wirklicher Zusammenhang zwischen Kupfer- und Eisenproduktion bleibt im Zweifel. |
|
| "Steel was beeing produced in parts
of the ancient Near East by the closing centuries of the second millennium
BC. A process termed "carburisation" adds carbon to the iron which thus
provides a "steel" which can be quench-hardened and tempered to considerable
hardness.
There are sporadic examples from about the middle of the second millennium BC onwards. Studied examples include a pick from Palestine, identified as carburised, quenched and tempered which has been securely dated ti the twelfth century BC." ==> Stahl wurde in Teilen des alten Nahen Ostens in den letzten Jahrhunderten des zweiten Jahrtausends BC produziert. In einem als "carburisation" bezeichneten Prozess wird dem Eisen Kohlenstoff hinzugefügt und durch Abschrecken und Tempern zu sehr hartem "Stahl" umgewandelt..Beispiele von Funden, darunter ein Spitzhacke aus Palästina, die als carburisiert, abgeschreckt und gehärtet identifiziert wurden, konnten auf das 12. Jahrhundert BC datiert werden. 366 Stahl |
| Ein wesentlicher Faktor für die Überlegenheit von eisernen gegenüber bronzenen Waffen bestand in der Verstählung des Eisens durch Zuführung von Kohlenstoff (mittels Holzkohle) während der Eisenverarbeitung. Es bildete sich ein zumindest oberflächlicher Stahl, der durch vorsichtiges und sorgfältiges Abkühlen in Wasser oder Öl zu einem der Bronze hinsichtlich Elastizität und Härte weit überlegenen Werkstoff wurde. 367 Eisen |
|
|
|
( 6 ) Bergbautechnik
|
| Abbau von Erzen begann in der Antike stets als Tagebau,
wobei der älteste Bergbau nur den erzführenden Schichten oder
Gängen folgte.Die auf diese Weise geschaffenenen Grubenbaue
dienten gleichzeitig noch dem Ein- und Ausfahren der Bergleute), dem Fördern
des Erzes und Zuführen von Frischluft (Bewetterung).
Da Bewetterung und Wasserhaltung natürliche Grenzen setzten, erreichten Bergwerke der Bronzezeit nur selten Schachttiefen (Teufen) über 25 m. Bronzezeitliche Tagebaue sind neben gleichfalls geringen Teufen ausserdem gekennzeichnet durch unregelmässige Formen und durch zumeist kleine Querschnitte von Stollen und Schächten. In grössere Teufen (zunächst bis 130 m) begannen die Bergleute erst in griechisch-römischer Zeit vorzudringen. Die Römer erreichten im Revier von Mazzaron (Hispania) eine Teufe von 340 m. Die Beschaffenheit der Schachtwände war in der Frühzeit des Untertagebergbaus meist sehr grob, da die verfügbaren Gezähe aus Stein oder Kupfer bestanden. Im Gegensatz dazu stehen die späteren, sauber gearbeiteten glatten Wände von Schächten, die im Bergbaurevier des griechischen Laureion mit eisernen Werkzeugen niedergebracht wurden. |
|
| Mit wachsender Teufe vergrösserte sich das Problem,
das auf natürliche Weise eingedrungene Grubenwasser zu sammeln und
an die Erdoberfläche zu bringen. Es war eine grosse Herausforderung
an die Bergleute, hervorgerufen durch die Wasserzuflüsse von der Erdoberfläche,
die Höhe des Grundwasserspiegels in der Grube und auch von dem im
Verlauf der Jahrhunderte schwankenden Meeresspiegel.
Im prähistorischen und bronzezeitlichen Bergbau spielte die Ableitung der Grubenwässer noch eine untergeordnete Rolle, weil man im allgemeinen nicht unter den Grundwasserspiegel vordrang. Das änderte sich mit den grösseren erreichten Teufen in der griechisch- römischen Periode. Für das maschinelle Zutagefördern von Grubenwässern kamen verschiedene maschinelle Hilfsmittel zum Einsatz. Dazu gehörten die Haspel (mit Seil und Wassergefäß), das Becherhebewerk (Endloskette mit daran befestigten Behältern aus Kupfer, Bronze, Ton oder Holz), das Wasserschöpfrad, die Archimedische Schraube und ab dem 2. Jh. v.u.Z. die Druckwasserpumpe (in Carthago Nova aus reinem Blei gefertigt). Die Archimedische Schraube war die meist verbreitetste Wasserhebemaschine in der Antike. Sie besaß die Form einer Schraube oder Schnecke. und wurde auch Ägyptische Schraube genannt, da sie Archimedes bei einem Besuch in Ägypten erfunden hat. In einem spanischen Bergwerk wurden Schrauben von 4,2 m Länge und 0,6 m Durchmesser gefunden, die Fundorte lagen zwischen 40 und 200 m Tiefe. Die Schraubenläufe waren in Pech getränkte und mittels Holzbolzen oder Bronzenägeln in der Achse verankerte Holzschindeln. Das Wasserfördern erfolgte durch Drehen der Schraube, der Antrieb geschah durch Treten mit den Füßen. Die Förderleistung betrug 10.000 l pro Stunde und Mann (bei einem angenommener Neigungswinkel von 29° und einer Förderhöhe von 1,16 m). Wegen der relativ niedrigen Förderhöhe wurden je nach der insgesamt zu bewältigenden Höhe mehrere Schrauben in der Höhe gestaffelt eingesetzt. Zum Einsatz kamen Archimedische (Ägyptische) Schrauben ab Ende des 2. Jh. v.u.Z.. 368 Bergbau |
|
| Für das Vordringen zum Erzkörper (Erzaufschluss)
und für die eigentliche Erzgewinnung kamen hauptsächlich Schlägel
und Eisen sowie zum Zermürben des Gesteins auch das Feuersetzen zur
Anwendung.
Die Gezähe (Werkzeuge des Bergmanns) bestanden im Chalkolithikum und in der Bronzezeit vorwiegend aus hartem Gestein wie Basalt, Diorit oder Granit. Auch Kupferlegierungen wurden verwendet. In der nachfolgenden griechisch-römischen Periode wurden für den Vortrieb zur Lagerstätte und für den Erzabbau fast ausschließlich eiserne Gezähe genutzt. Bei hartem Gestein und zum Arbeiten in engen Räumen vor Ort kamen vorwiegend Bergeisen und Schlägel sowie Keil, Meissel und Fäustel zur Anwendung. Das Bergeisen war ein keil-
oder meisselartiges Werkzeug, welches mit einem Stiel gehalten wiurde.
Es musste während einer Arbeitsschicht mehrmals vom Stiel gelöst
und gewechselt werden, weil die eiserne Spitze schnell stumpf wurde und
vom Schmied wieder geschärft werden musste. Plinius berichtet vom
Arbeiten mit "eisernen Keilen und eisernen Hämmern". 369
Plinius
|
|
| Das Feuersetzen war ein Verfahren, um mittels großer
Hitze das vor Ort anstehende Gestein mürbe und rissig zu machen und
somit leichter abräumen zu können. Dazu wurden vor Ort Holzscheite
passender Länge aufgeschichtet und angezündet. Der Vorgang
musste teilweise mehrmals wiederholt werden. Durch das Erhitzen dehnte
sich das Gestein. Die entstehenden thermischen Spannungen bewirkten schließlich
den erwünschten Zermürbungseffekt.
Nachteilig beim Feuersetzen war der große
Verbrauch an Holz. Deshalb wurde diese Methode vermutlich vor allem
in holzreichen Gegenden angewendet. Holzkohle kam als Brennmaterial nicht
in Frage, da bei ihrer Verbrennung Kohlenstoffdioxid entstand, welches
in hoher Konzentration bei Mensch und Tier zum Erstickungstod führte.
|
|
| Stollen sind langgestreckte
Grubenbaue mit unterschiedlichem Profil, die von Übertage aus zu einem
Erzvorkommen oder zu einem Schacht führen, während als Strecken
gleichfalls langestreckte Baue bezeichnet werden, die jedoch nicht von
Übertage ausgehen und meist in der Streichrichtung eines Erzvorkommens
verlaufen. Im prähistorischen und bronzezeitlichem Bergbau wurden
Stollen und Strecken direkt im Erzkörper aufgefahren. Neben dem Tagebau
zählten im Erzkörper angelegte Stollenbauten vermutlich zur ältesten
Art des Bergbaus.
Unregelmässige Profile und sehr geringe Querschnitte
der Stollen und Strecken unter Tage weisen auf mögliche prähistorische
Häuerarbeit hin. Stollenprofile in hochstehenen Rechtecken oder Ellipsen
treten in der Wende vom Chalkolithikum zur Bronzezeit auf, was auf einen
Übergang von der liegenden zur kauernden Stellung der Häuer hindeutet.
Auch in den römischen Bleigruben Hispanias existierten
Stollen und Strecken, in denen die Hauer ihren Abbauort nur kriechend erreichen
konnten. Es wird vermutet, dass in solchen Gruben Kinder arbeiten mussten.
Zur Erzgewinnung wurden in dem anstehenden Erzkörper Weitungen gehauen, das waren kammerartige Grubenhohlräume von unregelmässigen Formen und Abmessungen. In den Revieren von Carthago Nova und Laureion erreichten solche Weitungen Abmessungen von 36 x 25 x 20 m bzw. Grundflächen von über 1000 m². Zum Schutz vor Einstürzen ließ man in solchen Weitungen Sicherheitspfeiler stehen. |
|
| Unter Grubenausbau versteht
man Stützelemente aus Holz und Stein zur Offenhaltung bergmännischer
Hohlräume als Schutz gegen Steinfall. Der Grubenausbau wurde hauptsächlich
im Untertagebau angewendet, speziell bei Stollen, Strecken und Weitungen
im wenig festen Gebirge (z.B. Schiefer, Sandstein oder Kalk).
Im frühen und bronzezeitlichen Bergbau wurden die
Gruben nur selten künstlich ausgebaut. Als häufigster Schutz
gegen Steinfall dienten stehen gelassene Pfeiler aus Erz oder Nebengestein.
Aus der frühen Bronzezeit (ca. 2700 v.u.Z.) lassen sich zum Schutz
vor Steinschlag auch künstlich zu Pfeilern aufgetürmte Geröllstücke
nachweisen. Aus der mittleren Bronzezeit ist vereinzelt auch hölzerner
Grubenausbau bekannt.
Als notwendig erkannter Grubenausbau wurde vorzugsweise in Holz ausgeführt.Der Vorteil des Holzes lag im gegenüber Stein relativ niedrigem Gewicht und in der guten Anpassungsfähigkeit an die örtlichen Verhältnisse unter Tage.Außerdem war Holz bis zu einem gewissen Grad elastisch und konnte dadurch dem Bergdruck etwas nachgeben. Bei bestimmten Hölzern warnten fein unterscheidbare Knistertöne rechtzeitig vor einem bevorstehenden Bergrutsch. Der Holzbedarf für einen
vollständigen Grubenausbau war enorm. .Zusammen mit dem Bedarf an
Holzkohle für die Erzverhüttung und die anschließende Metallbe-
und -verarbeitung war dieser Verbrauch an Holz eine wesentliche Ursache
für den Ruin zahlreicher Wälder.
|
|
|
|
( 7 ) Produktionsprozesse mit hohem Energiebedarf
| Arbeitsprozess | Hauptarbeitsmittel | Arbeitstemperatur | Hauptenergiequellen |
| Abbau von Kupfererz | Menschliche Arbeit | Mensch | |
| Abbau von Eisenerz | Menschliche Arbeit | Mensch | |
| Abbau von Zinnerz / Importe | Menschliche Arbeit; Windkraft | Mensch; Seewind | |
| Anlegen von Stollen, Strecken, Weitungen | Menschliche Arbeit; Holzfeuer | Mensch; Holz, Last- und Zugtiere | |
| Abteufen von Schächten | Menschliche Arbeit | Mensch | |
| Grubenentwässerung | Wasserfördervorrichtung | Mensch; Wasserkraft, Zugtiere | |
| Feuersetzen | Kontrolliertes Feuer vor Ort | hoch | Holz |
| Grubenausbau | Menschliche Arbeit | Mensch, Lasttiere | |
| Schmieden und Schärfen bergmännischer Werkzeuge | Schmiedewerkzeug, Schmiedeofen, Schleifvorrichtung | hoch | Mensch, Holzkohle, Schmiedefeuer |
| Transport von Haufwerk und Erz | Menschliche Arbeit; Transportmittel | Mensch, Last- und Zugtiere |
( 8 ) Produktionsdaten
***
( 9 ) Quellenverzeichnis
| Quellennach-
weisnummer |
Quellennachweis | Textstelle |
| 301 | Erzlagerstätten breiten sich aus. - In: Das Jahrmillionenbuch. Vom Urknall zum Neandertaler. - ADAC-Verlag München und Wissen Media Verlag Gütersloh 2003, Seiten 123, 367 und 376 | TI301 |
| 302 | Erzlagerstätten breiten sich aus. - a.a.O., S.123 | TI302 |
| 303 | Meyers Konversations-Lexikon. - 5. Auflage, Band 5, Leipzig und Wien 1894, S.984 | TI303 |
| 304 | TV-Dokumentation Terra-X, Sendung vom 19.08.2010 | TI304 |
| 305 | Altes Testament, Numeri 13,1-14,45: Der Bericht der Kundschafter | TI305 |
| 306 | Pharao siegt immer. Krieg und Frieden im Alten Ägypten. - Hamm, Gustav-Lübcke-Museum 2004, Katalog S.81 | TI306 |
| 307 | Stefan W. Meier: Bleibergbau und Verhüttung in der Antike. -In: Bergknappe 3/96 , Fortsetzung 1, S.7 | TI307 |
| 308 | Georgius Agricola: Vom Bergwerk 12 Bücher. - Das ander Buch, S. XXVIII. Faksimiledruck der Ausgabe von 1557 | TI308 |
| 309 | Die Naturgeschichte des Caius Plinius Secundus, Buch 33, 98. - marix-verlag Wiesbaden 2007, S.430 | TI309 |
| 310 | Stefan W. Meier, a.a.O., Fortsetzung 1, S.9 | TI310 |
| 311 | Plinius, Naturgeschichte, a.a.O., Buch 33, 74-76 | TI311 |
| 312 | vgl, Stefan W. Meier, a.a.O., Fortsetzung 1, S.11 | TI312 |
| 313 | http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Kupfer/Geschichte#Chalkolithikum, Stand 22.6.2010 | TI313 |
| 314 | http://www.archaeometallurgie.de/impressum/glossar.html Stand 21.11.2010 | TI314 |
| 315 | Lukrez: Von der Natur der Dinge. - Fischer Bücherei, Frankfurt am Main und Hamburg 1960, S.204-205 | TI315 |
| 316 | Wikipedia, Prädynastik (Ägypten), Version vom 7.12.2010 | TI316 |
| 317 | http://www.meritneith.de/politik-praedynastische-zeit.htm Stand vom 25.11.2010 | TI317 |
| 318 | Mineralienatlas Lexikon - Mineralienporträt Kupfer, Geschichte. Stand vom 22.06.2010 | TI318 |
| 319 | Andreas Hauptmann: Den alten Hüttenleuten auf die Finger geschaut. - In: Rubin - Das Wissenschaftsmagazin, Heft 2 / 2000 | TI319 |
| 320 | Wikipedia, Arava, Version vom 14.09.2010 | TI320 |
| 321 | Wikipedia, Kupferbergbau, Version vom 30.9.2010 | TI321 |
| 322 | Alfred Lucas, J.R.Harris: Ancient Egyptian Materials and Industries. - London 1962, S.202. Übers. E.Ge. | TI322 |
| 323 | Hans Wolfgang Helck: Wirtschaftsgeschichte des Alten Ägypten im 3. und 2. Jahrtausend vor Chr. - Leiden/Köln 1975 | TI323 |
| 324 | Wikipedia, Buhen, Version vom 13.11.2010 | TI324 |
| 325 | Alfred Lucas, J.R.Harris: a.a.O., S.202-203. Übersetzung: E.Ge. | TI325 |
| 326 | Hans Wolfgang Helck: Die Beziehungen Ägyptens zu Vorderasien. - Wiesbaden 1971, 384-385 | TI326 |
| 327 | Ägyptologie Forum - Lexikon: Kupfer / http://www.aegyptologie.com/forum/... Stand vom 12.11.2010 | TI327 |
| 328 | Wikipedia, Timna (Israel), Version vom 13.3.2011 | TI328 |
| 329 | Jack Ogden: Metals. - In: Ancient Egyptian Materials and Technology / Paul T. Nicholson, Ian Shaw (Hrsg.): . - Cambridge University Press 2000, p. 150 | TI329 |
| 330 | Wikipedia, Malachit, Version vom 27.12.2010 | TI330 |
| 331 | Wikipedia, Chrysokoll, Version vom 09.08.2010 | TI331 |
| 332 | Albert Neuburger, a.a.O., S.16 | TI332 |
| 333 | Alfred Lucas, J.R.Harris: a.a.O., S.202. Übersetzung: E.Ge. | TI333 |
| 334 | Wikipedia, Türkis (Mineral), Version vom 13.12.2010 | TI334 |
| 335 | Pharao siegt immer - Krieg und Frieden im Alten Ägypten. - Hamm 2004, S.182 | TI335 |
| 336 | Katrin Biallas in: www.sinai-bedouin.com | TI336 |
| 337 | Mineralienatlas Lexikon / Mineralienporträt Türkis | TI337 |
| 338 | A. Lucas; J.R. Harris):Ancient Egyptian Materials and Industries, London 1962,4. Auflage, S. 203. Übersetzung: E.Ge. | TI338 |
| 339 | Carola Vogel: Grenzschutz und Kolonisation. - In: Pharao siegt immer - Krieg und Frieden im Alten Ägypten, Hamm 2004, S. 164 | TI339 |
| 340 | Wikipedia, Nahal Mishmar, Version vom 23.07.2010 | TI340 |
| 341 | Ägyptologie Forum - Lexikon: Kupfer / www.aegyptologie.com/forum/ ... Stand vom Nov.2003 | TI341 |
| 342 | Pharao siegt immer - Krieg und Frieden im Alten Ägypten. - Hamm 2004, S.184 | TI342 |
| 343 | Wikipedia, Zypern, Version vom 20.9.2010 | TI343 |
| 344 | Thor Heyerdahl: Tigris - Auf der Suche nach unserem Ursprung. - Verlag Volk und Welt, Berlin 1982 | TI344 |
| 345 | Wikipedia, Oman, Version vom 12. 9. 2010 | TI345 |
| 346 | Stefan W. Meier: Bleibergbau und Verhüttung in der Antike. - In: Bergknappe 2/96, S.21-22 | TI346 |
| 347 | Wikipedia, Bronze, Version vom 31.5.2011 | TI347 |
| 348 | Wikipedia, Zinn, Version vom 10.11.2010 | TI348 |
| 349 | GeoDZ.com: Das Lexikon der Erde. Recherchedatum September 2010 | TI349 |
| 350 | Wolfgang Korn: Zinnrausch in Zentralasien. - In: Bild der Wissenschaft Online, Heftarchiv, Ausgabe 10/2001, S.86 ff. | TI350 |
| 351 | Ian Cierny: Prähistorischer Bergbau auf Zinn und "Bronze" in Mittelasien; Teil 2: Der Alte Orient und die Zinnbronze. - In: Archäologie Online, 1.3.2001 | TI351 |
| 352 | Wolfgang Korn: Zinnrausch in Zentralasien. - a.a.O. | TI352 |
| 353 | Wikipedia, Pinge, Version vom 23.11.2010 | TI353 |
| 354 | Ian Cierny: Prähistorischer Bergbau auf Zinn und “Bronze” in Mittelasien. Teil 3: Prähistorischer Zinnbergbau in Mittelasien - In: Archäologie Online, 1.3.2001 | TI354 |
| 355 | Wolfgang Korn: Zinnrausch in Zentralasien. - In: Bild der Wissenschaft Online, Heftarchiv, Ausgabe 10/2001, S.86 ff. | TI355 |
| 356 | Ian Cierny: Prähistorischer Bergbau auf Zinn und “Bronze” in Mittelasien. Teil 4: Bronze-Erz-Bergbau in Muschiston, Tadschikistan. - In: Archäologie Online, 1.3.2001 | TI356 |
| 357 | Ian Cierny: Prähistorischer Bergbau auf Zinn und “Bronze” in Mittelasien. Teil 5: Zusammenfassung. - In: Archäologie Online, 1.3.2001 | TI357 |
| 358 | ZDF-Sendung Terra-X vom 07.09.2008 | TI358 |
| 359 | Wolfgang Korn: Zinnrausch in Zentralasien. - In: Bild der Wissenschaft Online, Heftarchiv, Ausgabe 10/2001, S.86 ff. | TI359 |
| 360 | Barry Cunlife (Hrsg.): Illustrierte Vor- und Frühgeschichte Europas. - Köln 2000, S.420 | TI360 |
| 361 | ZDF-Sendung "terra-x" vom 7.8.2008 | TI361 |
| 362 | Pharao siegt immer - Krieg und Frieden im Alten Ägypten. - Hamm 2004, Seiten 195, 196, 212 | TI362 |
| 363 | Wikipedia, Eisen, Version vom 31.5.2011 | TI363 |
| 364 | Jack Ogden: Metals. - In: Ancient Egyptian Materials, Edited by Paul T.Nicholson and Ian Shaw, Cambridge 2000, p.166. Übersetzung: E.Ge. | TI364 |
| 365 | Jack Ogden: Metals. - In: Ancient Egyptian Materials, a.a.O., p.167. Übersetzung: E.Ge. | TI365 |
| 366 | Jack Ogden: Metals. - In: Ancient Egyptian Materials, a.a.O., p,168. Übersetzung: E.Ge. | TI366 |
| 367 | Wikipedia, Eisen, Version vom 31.5.2011 | TI367 |
| 368 | Stefan W. Meier: Bleibergbau und Verhüttung in der Antike., Fortsetzung 5. - In: Bergknappe 3/97, S. 14-20 | TI368 |
| 369 | Plinius: Naturalis.Historiae., Buch 33, Abschnitt 72 | TI369 |
| 370 | Stefan W. Meier: Bleibergbau und Verhüttung in der Antike., Bergknappe 2/96, S. 22 ; Fortsetzung 2 Bergknappe 4/96, S. 16-19 ; Fortsetzung 3, Bergknappe 1/97, S.25 -28 | TI370 |
| 371 | Wikipedia - Feuersetzen, Version vom 16.10.2010 | TI371 |
| 372 | Stefan W. Meier: Bleibergbau und Verhüttung in der Antike., Fortsetzung 2. - Bergknappe 4/96, S. 16-23;Fortsetzung 4. - Bergknappe 2/97, S. 24-29 | TI372 |
| Ende |
Erläuterungen zu den Quellennachweisnummern und zum Quellenverzeichnis ===>
Thema (10)
Ende von Kapitel 3 (Erzabbau)
Aufruf des nächsten Kapitels über das nachstehende Kapitelverzeichnis Teil I, Spalte 1
| Kapitel | Thema | Kurzbezeichnung |
|
|
Prolog | Prolog |
|
|
Anlegen und Beherrschen von ortsfesten Feuern | Feuerbeherrschung |
|
|
Holzkohle als Energiebasis der historischen Montanindustrie | Holzkohle |
|
|
Suchen, Finden und Abbauen von Erzen | Erzabbau |
|
|
Verhütten von Erzen zur Metallgewinnung | Verhüttung |
|
|
Bearbeiten und Weiterverarbeiten von Metallen | Metallverarbeitung |
|
|
|
|